Urteil: Gynäkologe haftet nur für Diagnosefehler, nicht aber für Diagnoseirrtum

von Rechtsanwältin Henriette Nehse, armedis Rechtsanwälte, Hannover

| Zieht der Arzt aus vollständig erhobenen Befunden einen falschen Schluss, so unterliegt er einem Diagnoseirrtum. Hierfür muss er nicht haften – im Gegensatz zu einem Diagnosefehler. Dies stellte das Oberlandesgericht (OLG) Hamm in seinem Urteil vom 29. Mai 2015 klar (Az. 26 U 2/13, Abruf-Nr. 145442 ). Geklagt hatte eine Patientin. Sie war Mutter geworden, obwohl der Gynäkologe ihr eine Spirale eingesetzt hatte. | „Urteil: Gynäkologe haftet nur für Diagnosefehler, nicht aber für Diagnoseirrtum“ weiterlesen