{"id":376,"date":"2016-01-27T15:59:29","date_gmt":"2016-01-27T15:59:29","guid":{"rendered":"http:\/\/oberarztheute.apps-1and1.net\/?p=376"},"modified":"2017-11-27T16:03:38","modified_gmt":"2017-11-27T16:03:38","slug":"die-6-grundsaetze-erfolgreichen-fuehrens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/oberarzt-heute.de\/?p=376","title":{"rendered":"Die 6 Grunds\u00e4tze erfolgreichen F\u00fchrens"},"content":{"rendered":"<p class=\"Autorenzeile\"><em>von Diplom-P\u00e4dagoge Werner Fleischer, Beratung &#8211; Coaching &#8211; Moderation, <\/em><a href=\"http:\/\/www.ihrcoach.com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>www.ihrcoach.com<\/em><\/a><\/p>\n<p class=\"Grundtext\"><strong>Umgangssprachlich ist der Begriff \u201ePrinzipien\u201c sowohl positiv als auch negativ besetzt &#8211; von dem Kollegen, der \u201eseinen Prinzipien treu bleibt\u201c bis zum Chef, dem alten \u201ePrinzipienreiter\u201c. Dabei geht es in beiden F\u00e4llen lediglich um die Bewertung von Verhalten, nicht aber um Prinzipien an sich. Hierunter sind Grunds\u00e4tze zu verstehen, die dauerhaft gelten und sich nicht am Zeitgeist oder gesellschaftlichen Str\u00f6mungen orientieren. Aber was haben Prinzipien mit wirksamer F\u00fchrung zu tun und warum ist es f\u00fcr Ober\u00e4rzte mit F\u00fchrungsaufgaben wichtig, mit Prinzipien zu f\u00fchren?\u00a0<\/strong><!--more--><\/p>\n<h2 class=\"Ueberschrift-mittel\">In Stresssituationen auf F\u00fchrungsprinzipien besinnen<\/h2>\n<p class=\"Grundtext\">F\u00fchrungsprinzipien wirken wie Vertr\u00e4ge, die man mit sich selbst schlie\u00dft. Im oftmals hektischen F\u00fchrungsalltag ist es hilfreich, sich auf sie zu besinnen &#8211; insbesondere in schwierigen Situationen. Aber auch der t\u00e4gliche Umgang mit Mitarbeitern, Kollegen, Vorgesetzten und Patienten wird &#8211; ob bewusst oder unbewusst &#8211; von F\u00fchrungsprinzipien bestimmt.<\/p>\n<p class=\"Grundtext\">\n<p class=\"Grundtext\">Je besser es \u00e4rztlichen Leitungskr\u00e4ften gelingt, ihre F\u00fchrungsprinzipien in ihrem Verhalten auszudr\u00fccken, umso verl\u00e4sslicher, berechenbarer und souver\u00e4ner werden sie von ihrem gesamten beruflichen Umfeld wahrgenommen. Welche konkreten F\u00fchrungsprinzipien gibt es und wie spiegeln sie sich im Verhalten \u00e4rztlicher Leitungskr\u00e4fte wider?<\/p>\n<h2 class=\"Ueberschrift-mittel\">1. F\u00fchrungsprinzip \u201eVorbild in Haltung und Pflichterf\u00fcllung\u201c<\/h2>\n<p class=\"Grundtext\">Vorbild in Haltung und Pflichterf\u00fcllung &#8211; hinter diesem preu\u00dfisch klingenden F\u00fchrungsprinzip verbirgt sich der wichtigste Anspruch, den Leitungskr\u00e4fte an sich stellen sollten. Das F\u00fchrungsprinzip basiert auf der Theorie \u201eLernen am Modell\u201c, die der Psychologe Albert Bandura in den 1950er- und 1960er-Jahren entwickelte. Seine Lerntheorie besagt, dass Menschen von Vorbildern lernen und deren Verhalten unbewusst nachahmen, wenn es zu einem vom Lernenden gew\u00fcnschten Effekt f\u00fchrt. Dabei ist es v\u00f6llig unerheblich, ob sich das Vorbild positiv oder negativ verh\u00e4lt.<\/p>\n<p class=\"Grundtext\">Leitende Ober\u00e4rzte werden im Moment ihrer Bef\u00f6rderung zu Vorbildern f\u00fcr ihre Mitarbeiter. Sie stehen von nun an auf einem Podest und damit unter st\u00e4ndiger Beobachtung. Ihr berufliches Umfeld registriert sehr genau, wie sie ihre F\u00fchrungsrolle ausgestalten. Dabei geht es in erster Linie nicht um fachliche Kompetenz. Im Fokus der Umwelt stehen vielmehr Werte und Standards sowie die gesteckten Ziele und wie sie erreicht werden sollen. Aber auch das allt\u00e4gliche Verhalten der Leitungskraft steht unter Beobachtung: Werden Termine eingehalten? Setzt sie die Hygienevorschriften konsequent um? Erscheint sie p\u00fcnktlich zu den Visitenzeiten? Das gesamte Verhalten des Leitenden Oberarztes wird nun aus einem anderen Blickwinkel betrachtet. Insbesondere Leitungskr\u00e4fte, die aus den eigenen Reihen bef\u00f6rdert wurden oder zum ersten Mal F\u00fchrungsverantwortung \u00fcbernehmen, werden kritisch be\u00e4ugt. Das ist ganz normal, wird aber oft untersch\u00e4tzt und nicht bedacht. Die ehemaligen Kollegen schauen sehr genau, wie sich der \u201eAufsteiger\u201c in seiner neuen F\u00fchrungsrolle verh\u00e4lt und ob er ihr gerecht wird.<\/p>\n<h2 class=\"Ueberschrift-klein\">Mitarbeiter kopieren Verhalten des Vorgesetzten<\/h2>\n<p class=\"Grundtext\">Doch Mitarbeiter beobachten das Verhalten ihrer Vorgesetzten nicht nur, sie lernen auch davon und kopieren es. In der Praxis lassen sich daf\u00fcr viele Beispiele finden: Kommt die Leitungskraft h\u00e4ufig unp\u00fcnktlich in den OP oder zur Besprechung, erscheinen bald auch die ersten Mitarbeiter nicht mehr rechtzeitig. H\u00e4lt sich der Oberarzt nicht immer strikt an die Hygienevorschriften, werden auch die Assistenz\u00e4rzte nachl\u00e4ssiger.<\/p>\n<h2 class=\"Ueberschrift-klein\">Vorgesetzte sollten bei Konflikten eigenes Verhalten hinterfragen<\/h2>\n<p class=\"Grundtext\">Daher lautet die wichtigste Frage, die sich Leitungskr\u00e4fte immer dann stellen sollten, wenn es Widerst\u00e4nde oder Konflikte gibt: Wie verhalte ich mich? Bin ich Teil der L\u00f6sung oder Teil des Problems? Das eigene Verhalten zu hinterfragen ist eine der wichtigsten Aufgaben wirksamer F\u00fchrung. Sie f\u00fchrt oft zu sehr einfachen sowie verbl\u00fcffenden Antworten und L\u00f6sungen.<\/p>\n<div class=\"tabelle_scroll\">\n<table class=\"basis-tabelle\" width=\"100%\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"05\">\n<tbody>\n<tr>\n<td class=\"Kasteninhalt\" colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<blockquote><p><b>PRAXISHINWEIS | <\/b> Die Umsetzung des F\u00fchrungsprinzips \u201eVorbild in Haltung und Pflichterf\u00fcllung\u201c bedarf keiner aufwendigen Erkl\u00e4rung. Vielmehr sollten Sie als F\u00fchrungskraft das Verhalten so vorleben, wie Sie es von Mitarbeitern &#8211; ebenso wie vom gesamten beruflichen Umfeld &#8211; erwarten und w\u00fcnschen.<\/p><\/blockquote>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<h2 class=\"Ueberschrift-mittel\">2. Das F\u00fchrungsprinzip \u201eVerteilungsgerechtigkeit\u201c<\/h2>\n<p class=\"Grundtext\">Das F\u00fchrungsprinzip \u201eVerteilungsgerechtigkeit\u201c hat zwei Aspekte:<\/p>\n<ul class=\"gross q2\">\n<li>1. Die Qualit\u00e4t und Menge der zu erledigenden Arbeit wird auf alle Mitarbeiter im Verantwortungsbereich gleichm\u00e4\u00dfig verteilt. Das bedeutet: Auch unbeliebte Aufgaben werden von allen Mitgliedern im Team \u00fcbernommen. Besonders qualifizierte Mitarbeiter erhalten keine Sonderbehandlung und werden nicht von der Erledigung unangenehmer Arbeiten befreit. Au\u00dferdem achten Leitungskr\u00e4fte genau darauf, dass kein Ungleichgewicht hinsichtlich der Menge der zu bearbeitenden T\u00e4tigkeit entsteht. Sobald sie in Bezug auf die Arbeitsqualit\u00e4t oder -menge Ver\u00e4nderungen bemerken, die die Verteilungsgerechtigkeit gef\u00e4hrden, greifen sie ein.<\/li>\n<li>\u00a02. Pr\u00e4senz und die Aufmerksamkeit der Leitungskraft werden auf alle Mitarbeiter im Verantwortungsbereich gerecht verteilt. Leitungskr\u00e4fte achten genau darauf, dass ihr Augenmerk und ihre Zeit f\u00fcr pers\u00f6nliche Gespr\u00e4che, die sie den verschiedenen Mitarbeitern widmen, den gleichen Umfang haben. Dabei gilt es, vorhandenen pers\u00f6nlichen Sympathien bzw. Antipathien nicht nachzugeben, sondern alle Teammitglieder konsequent in gleicher Weise einzubeziehen sowie eventuell bestehende Ungleichheiten zu erl\u00e4utern und sachlich zu begr\u00fcnden.<\/li>\n<\/ul>\n<h2 class=\"Ueberschrift-klein\">Wann gibt es Schwierigkeiten bei der Verteilungsgerechtigkeit?<\/h2>\n<p class=\"Grundtext\">Insbesondere f\u00fcr Leitungskr\u00e4fte, deren F\u00fchrungsspanne und Teams sehr gro\u00df sind, ist die Einhaltung der Verteilungsgerechtigkeit nicht immer einfach. Ohne es zu bemerken oder auch es zu wollen, wenden sie sich im hektischen Klinikalltag immer denselben, ihnen sympathischen Mitarbeitern oder den Mitgliedern derselben Clique zu und tauschen sich schwerpunktm\u00e4\u00dfig mit ihnen aus oder bevorzugen sie bei der Aufgabenverteilung.<\/p>\n<h2 class=\"Ueberschrift-klein\">Folgen einer ungerechten Verteilung<\/h2>\n<p class=\"Grundtext\">Solches Verhalten wird von den anderen Teammitgliedern sehr wohl bemerkt. Sie f\u00fchlen sich vernachl\u00e4ssigt und ziehen sich daraufhin bewusst von ihrem Vorgesetzten zur\u00fcck. Das F\u00fchrungsprinzip der Verteilungsgerechtigkeit hilft, dem entgegenzuwirken.<\/p>\n<h2 class=\"Ueberschrift-mittel\">3. F\u00fchrungsprinzip \u201eF\u00fcrsorgepflicht\u201c<\/h2>\n<p class=\"Grundtext\">Ober\u00e4rzte haben gegen\u00fcber allen Mitarbeitern ihres Verantwortungs-bereichs eine F\u00fcrsorgepflicht. Diese F\u00fcrsorgepflicht bezieht sich auf alle klinikinternen Aspekte, f\u00fcr die sie zust\u00e4ndig sind. Konkret bedeutet das:<\/p>\n<ul class=\"gross q0\">\n<li>Ober\u00e4rzte mit F\u00fchrungsfunktion achten darauf, ob ein Teammitglied z. B. nach einem Schockraumeinsatz \u201edurchh\u00e4ngt\u201c, und machen dann ein entsprechendes Gespr\u00e4chsangebot.<\/li>\n<li>Sie bereiten Mitarbeiter sorgf\u00e4ltig auf bevorstehende Ver\u00e4nderungen vor. So k\u00f6nnen sie Abwehrhaltungen bei ihnen vermindern und daf\u00fcr sorgen, dass die anstehenden \u00c4nderungen positiv aufgenommen werden.<\/li>\n<li>Sie sorgen daf\u00fcr, dass ihre Mitarbeiter ihre Arbeit in der daf\u00fcr vorgesehenen Zeit erledigen k\u00f6nnen &#8211; andernfalls schaffen sie Abhilfe.<\/li>\n<li>Sie k\u00fcmmern sich um Leistungstr\u00e4ger, die klaglos zahlreiche \u00dcberstunden machen, und sorgen mit ihnen gemeinsam f\u00fcr eine L\u00f6sung.<\/li>\n<li>Sie bef\u00e4higen ihre Mitarbeiter dazu, vorhandene Talente zu nutzen.<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"Grundtext\">Leitungskr\u00e4fte, die ihre F\u00fcrsorgepflicht beachten, achten aktiv auf ihre Mitarbeiter und sprechen sie direkt an, wenn sie bemerken, dass jemand Schwierigkeiten hat. Gleichzeitig haben sie ein offenes Ohr, wenn Mitarbeiter sie z. B. \u00fcber zu hohe Arbeitsbelastung oder eine pers\u00f6nliche Krise informieren, und tun dies nicht als harmlose Befindlichkeitsst\u00f6rung ab.<\/p>\n<blockquote><p>Beispiel: Sie haben den Eindruck, dass einer Ihrer Assistenz\u00e4rzte \u00fcberfordert ist. M\u00f6glicherweise fehlt es ihm an Erfahrung. Zun\u00e4chst fragen Sie ihn, wie es ihm mit seiner Arbeit geht. Erkl\u00e4ren Sie ihm dann genau, was Sie von ihm erwarten und welche konkreten Schritte n\u00f6tig sind. Fragen Sie Ihren Mitarbeiter auch nach seinen Vorschl\u00e4gen, die Sie \u00fcbernehmen sollten, wenn sie gut sind. In der n\u00e4chsten Zeit kontrollieren Sie h\u00e4ufiger, ob die Arbeit wie vereinbart vorangeht.<\/p><\/blockquote>\n<div class=\"tabelle_scroll\"><\/div>\n<h2 class=\"Ueberschrift-mittel\">4. F\u00fchrungsprinzip \u201eInformationsfluss\u201c<\/h2>\n<p class=\"Grundtext\">\u00c4rztliche Leitungskr\u00e4fte sind daf\u00fcr verantwortlich, die f\u00fcr ihre Mitarbeiter relevanten Informationen zu kanalisieren. Das hei\u00dft, sie tragen daf\u00fcr Sorge, dass ihre Mitarbeiter die erforderlichen Informationen<\/p>\n<ul class=\"gross q0\">\n<li>auf dem richtigen Weg,<\/li>\n<\/ul>\n<ul class=\"gross q0\">\n<li>in der richtigen Menge und<\/li>\n<\/ul>\n<ul class=\"gross q0\">\n<li>zur richtigen Zeit erhalten.<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"Grundtext\">\n<p class=\"Grundtext\">Gleichzeitig m\u00fcssen auch die Mitarbeiter das Funktionieren des Informationsflusses gew\u00e4hrleisten. Besonders wichtig f\u00fcr die Patientensicherheit und die Behandlungsqualit\u00e4t ist in diesem Zusammenhang die gewissenhafte Dokumentation der Visitenanordnungen.<\/p>\n<blockquote><p>Beispiel -In Ihrem Verantwortungsbereich stellen Sie sicher, dass alle relevanten Daten exakt in der Kurve bzw. in der elektronischen Patientenakte festgehalten werden, sodass alle an der Behandlung beteiligten Fachkr\u00e4fte jederzeit auf die notwendigen Informationen zur\u00fcckgreifen und aktuelle Anordnungen umsetzen k\u00f6nnen. Kommen neue Anordnungen hinzu oder werden bestehende ver\u00e4ndert, wird auch dokumentiert, wer f\u00fcr die Veranlassung verantwortlich ist.<\/p><\/blockquote>\n<div class=\"tabelle_scroll\"><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"Grundtext\">Im Klinikalltag m\u00fcssen nicht alle Informationen per E-Mail oder in anderer Schriftform mitgeteilt werden, h\u00e4ufig ist die m\u00fcndliche Weitergabe eines Sachverhalts vorzuziehen. Den Weg der schriftlichen Informations\u00fcbermittlung sollten Ober\u00e4rzte jedoch immer dann w\u00e4hlen, wenn Sie bewusst einen \u201eVorgang\u201c schaffen m\u00f6chten.<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"Grundtext\">Beispiel Wegen h\u00e4ufigen Zusp\u00e4tkommens haben Sie einen Assistenzarzt Ihres Teams mehrfach m\u00fcndlich zu einem Gespr\u00e4ch gebeten. Dieses kam bislang nicht zustande, weil der Assistenzarzt aus unterschiedlichen Gr\u00fcnden immer wieder um eine Terminverschiebung bat. Noch immer erscheint er jedoch versp\u00e4tet zum Dienst. Jetzt gilt es, Ihrer Forderung in schriftlicher Form Nachdruck zu verleihen, sodass daraus &#8211; falls erforderlich &#8211; ein dokumentierter Vorgang wird.<\/p>\n<\/blockquote>\n<div class=\"tabelle_scroll\"><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"Grundtext\">So ist es zum Beispiel nicht notwendig, alle Informationen per E-Mail zu versenden. Die \u00dcbermittlung von Informationen per E-Mail oder in anderer Schriftform sollte nur dann in Erw\u00e4gung gezogen werden, wenn bewusst ein \u201eVorgang\u201c geschaffen werden soll. In allen anderen F\u00e4llen ist die m\u00fcndliche Weitergabe des Sachverhalts vorzuziehen.<\/p>\n<p class=\"Grundtext\">Vor allem bei anstehenden Ver\u00e4nderungen ist der strukturierte Informationsfluss von gro\u00dfer Bedeutung. Hier gilt es, die n\u00f6tigen Informationen rechtzeitig bereitzustellen und f\u00fcr Transparenz zu sorgen. Gelingt das nicht, ruft das bei den Mitarbeitern Widerstand hervor, weil sie sich nur unzureichend informiert f\u00fchlen.<\/p>\n<p class=\"Grundtext\">Zur Sicherstellung des Informationsflusses geh\u00f6rt auch, dass sich die Teilnehmer von Leitungsgremien am Ende jeder Sitzung fragen: Was geben wir an die Mitarbeiter weiter? In welcher Form? Mit welchem Wording? Was bleibt zun\u00e4chst vertraulich im F\u00fchrungskreis?<\/p>\n<div class=\"tabelle_scroll\">\n<table class=\"basis-tabelle\" width=\"100%\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"05\">\n<tbody>\n<tr>\n<td class=\"Kasteninhalt\" colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<blockquote><p><b>PRAXISHINWEIS | <\/b> Untersch\u00e4tzen Sie Mitarbeiter nicht in Bezug auf ihr eigenes informelles Informationssystem (\u201eFlurfunk\u201c)! Konkret bedeutet das: Ihre Teammitglieder wissen meist mehr, als Sie als Vorgesetzter ihnen mitgeteilt haben.<\/p><\/blockquote>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 class=\"Ueberschrift-mittel\">5. F\u00fchrungsprinzip \u201eFairness\u201c<\/h2>\n<p class=\"Grundtext\">Fairness ist eine Werthaltung, die generell im Umgang mit Menschen gilt. Das F\u00fchrungsprinzip \u201eFairness\u201c bedeutet, sich den Mitarbeitern gegen\u00fcber redlich zu verhalten. Das Prinzip kommt meist in schwierigen Situationen zum Tragen. Fair sein hei\u00dft z. B.,<\/p>\n<ul class=\"gross q0\">\n<li>dem Mitarbeiter die Chance zu geben, direkt Stellung zu nehmen, und ihn nicht aufgrund von Informationen anderer vorzuverurteilen,<\/li>\n<\/ul>\n<ul class=\"gross q0\">\n<li>die Erkl\u00e4rungen des Mitarbeiters f\u00fcr sein Verhalten zu beachten,<\/li>\n<\/ul>\n<ul class=\"gross q0\">\n<li>sich bei Schwierigkeiten eines Mitarbeiters, seine Arbeit zu schaffen, zu fragen: Habe ich ihn ausreichend bef\u00e4higt, die Aufgabe zu \u00fcbernehmen?<\/li>\n<\/ul>\n<ul class=\"gross q0\">\n<li>finanzielle Mittel (z. B. f\u00fcr Kongressteilnahmen) gerecht zu verteilen.<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"Grundtext\">\n<div class=\"tabelle_scroll\">\n<table class=\"basis-tabelle\" width=\"100%\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"05\">\n<tbody>\n<tr>\n<td class=\"Kasteninhalt\" colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<blockquote><p><b>PRAXISHINWEIS | <\/b> Bei diesem F\u00fchrungsprinzip sollten eigene Sympathien und Antipathien gegen\u00fcber Mitarbeitern nicht zum Impulsgeber Ihres F\u00fchrungshandelns werden. Fairness hat jeder Mitarbeiter in jeder Situation verdient!<\/p><\/blockquote>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 class=\"Ueberschrift-mittel\">6. F\u00fchrungsprinzip \u201eRespekt, Wertsch\u00e4tzung, Achtsamkeit\u201c<\/h2>\n<p class=\"Grundtext\">Hinter den Begriffen Respekt, Wertsch\u00e4tzung und Achtsamkeit verbirgt sich eine innere Haltung &#8211; anders ausgedr\u00fcckt: eine Haltung des Herzens. Alle drei Begriffe beziehen sich in erster Linie auf die eigene Person. In ihrem Ursprung sind sie ein s\u00e4kularisierter Ausdruck des Bibelzitats \u201eLiebe deinen N\u00e4chsten wie dich selbst\u201c. Denn nur wer im Umgang mit sich selbst respektvoll, wertsch\u00e4tzend und achtsam ist, kann dies auch im Umgang mit seinen Mitarbeitern sein.<\/p>\n<p class=\"Grundtext\">\n<div class=\"tabelle_scroll\">\n<table class=\"basis-tabelle\" width=\"100%\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"05\">\n<tbody>\n<tr>\n<td class=\"Kasteninhalt\" colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<blockquote><p><b>FAZIT | <\/b> Es lohnt sich, die 6 F\u00fchrungsprinzipien zu reflektieren und sie sogar schriftlich festzuhalten. Im Klinikalltag ist es hilfreich, sich an ihnen zu orientieren, sich regelm\u00e4\u00dfig auf sie zu besinnen und das eigene Verhalten immer wieder mit ihnen abzugleichen. Auf diese Weise wird das F\u00fchrungshandeln nicht der Beliebigkeit \u00fcberlassen, sondern erh\u00e4lt einen f\u00fcr alle verl\u00e4sslichen Rahmen.<\/p><\/blockquote>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Diplom-P\u00e4dagoge Werner Fleischer, Beratung &#8211; Coaching &#8211; Moderation, www.ihrcoach.com Umgangssprachlich ist der Begriff \u201ePrinzipien\u201c sowohl positiv als auch negativ besetzt &#8211; von dem Kollegen, der \u201eseinen Prinzipien treu bleibt\u201c bis zum Chef, dem&#46;&#46;&#46;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[19],"tags":[21],"class_list":["post-376","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-arbeit","tag-management"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.7 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Die 6 Grunds\u00e4tze erfolgreichen F\u00fchrens - [!] Oberarzt heute<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/oberarzt-heute.de\/?p=376\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Die 6 Grunds\u00e4tze erfolgreichen F\u00fchrens - [!] Oberarzt heute\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"von Diplom-P\u00e4dagoge Werner Fleischer, Beratung &#8211; 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