{"id":425,"date":"2016-04-28T09:06:50","date_gmt":"2016-04-28T09:06:50","guid":{"rendered":"http:\/\/oberarztheute.apps-1and1.net\/?p=425"},"modified":"2017-11-28T09:11:39","modified_gmt":"2017-11-28T09:11:39","slug":"wann-muss-der-arzt-den-patienten-ueber-behandlungsalternativen-aufklaeren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/oberarzt-heute.de\/?p=425","title":{"rendered":"Wann muss der Arzt den Patienten \u00fcber Behandlungsalternativen aufkl\u00e4ren?"},"content":{"rendered":"<p class=\"Autorenzeile\"><em>von Rechtsanw\u00e4ltin Henriette Nehse, armedis Rechtsanw\u00e4lte, Hannover, <\/em><a href=\"http:\/\/www.armedis.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>www.armedis.de<\/em><\/a><\/p>\n<p class=\"Grundtext\"><strong>Sowohl in den operativen als auch in den nichtoperativen Fachgebieten gibt es h\u00e4ufig mehrere Behandlungswege, die medizinisch vertretbar sind. Doch in welchen F\u00e4llen muss der Patient \u00fcber Behandlungsalternativen aufgekl\u00e4rt werden? Ist die Aufkl\u00e4rung n\u00f6tig, wenn die alternative Behandlungsform in der Klinik gar nicht angeboten wird? Muss der Patient auf die bessere apparative Ausstattung einer anderen Klinik hingewiesen werden? Dieser Beitrag gibt Antworten und erl\u00e4utert aktuelle Urteile zum Thema.<\/strong><!--more--><\/p>\n<h2 class=\"Ueberschrift-mittel\">Arzt muss nur auf \u201eechte\u201c Alternativen hinweisen<\/h2>\n<p class=\"Grundtext\">Die Wahl der richtigen Behandlungsmethode ist generell Sache des Arztes. Solange er eine Therapie entsprechend dem medizinischen Standard anwendet, muss er dem Patienten nicht ungefragt erl\u00e4utern, welche Behandlungsmethoden oder Operationstechniken theoretisch in Betracht kommen und was f\u00fcr und gegen die eine oder die andere Methode spricht. \u00dcber einzelne Behandlungstechniken oder etwa die Wahl des Zugangs zum Operationsgebiet muss der Arzt den Patienten grunds\u00e4tzlich nicht aufkl\u00e4ren.<\/p>\n<p class=\"Grundtext\">Eine Aufkl\u00e4rung \u00fcber verschiedene Behandlungsmethoden ist auch dann entbehrlich, wenn Chancen und Risiken etwa gleichwertig sind. Wenn die andere Methode aber geringere Risiken und\/oder h\u00f6here Erfolgschancen bietet und somit eine \u201eechte\u201c Alternative ist, muss der Patient hierauf hingewiesen werden. Die Gerichte begr\u00fcnden dies so: Der Patient soll &#8211; nach sachverst\u00e4ndiger Beratung durch den Arzt &#8211; selbst pr\u00fcfen k\u00f6nnen, was er an Gefahren und Belastungen im Hinblick auf m\u00f6glicherweise unterschiedliche Erfolgschancen auf sich nehmen will.<\/p>\n<p class=\"Grundtext\">Wenn eine OP &#8211; trotz bestehender Indikation &#8211; nicht dringlich und Zuwarten eine Alternative ist, muss der Patient hierauf hingewiesen werden. Spiegelbildlich gilt: Der Patient muss aufgekl\u00e4rt werden, wenn eine operative Intervention wesentlich h\u00f6here Erfolgschancen gegen\u00fcber einer konservativen Behandlung bietet. Gibt es zu einem Erkrankungsbild unterschiedliche diagnostische oder therapeutische Verfahren, muss der Arzt im Gespr\u00e4ch mit dem Patienten das F\u00fcr und Wider abw\u00e4gen, wenn jeweils unterschiedliche Risiken entstehen k\u00f6nnen und der Patient eine echte Wahlm\u00f6glichkeit hat.<\/p>\n<div class=\"tabelle_scroll\">\n<table class=\"basis-tabelle\" width=\"100%\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"05\">\n<tbody>\n<tr>\n<td class=\"Kasteninhalt\" colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<blockquote><p><b>PRAXISHINWEIS | <\/b> Besondere Anforderungen an die Aufkl\u00e4rung bestehen bei neuartigen Behandlungsmethoden. Hier muss der Arzt Vor- und Nachteile sowohl der vorgeschlagenen neuartigen als auch der althergebrachten, dem Standard entsprechenden Behandlungsmethode \u201eschonungslos\u201c &#8211; so die Rechtsprechung &#8211; im Vergleich erl\u00e4utern.<\/p><\/blockquote>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<h2 class=\"Ueberschrift-mittel\">Fall 1: Bandscheiben-OP war nicht \u201ealternativlos\u201c<\/h2>\n<p class=\"Grundtext\">Im ersten Fall wurden einem Patienten 20.000 Euro Schmerzensgeld zugesprochen, da er nicht ausreichend \u00fcber Alternativen zu der bei ihm eingesetzten Bandscheibenprothese aufgekl\u00e4rt wurde.<\/p>\n<h2 class=\"Ueberschrift-klein\">Der Sachverhalt<\/h2>\n<p class=\"Grundtext\">In dem vom Oberlandesgericht (OLG) Hamm entschiedenen Fall ging es um einen Patienten, der nach einer Bandscheiben-OP sowohl Behandlungs- als auch Aufkl\u00e4rungsfehler r\u00fcgte. (Urteil vom 29. September 2014, Az. 3 U 54\/14). Der 40-j\u00e4hrige Patient war wegen Bandscheibenvorf\u00e4llen mehrfach voroperiert worden. Wegen anhaltender Beschwerden stellte er sich bei einer Reihe unterschiedlicher Behandler vor. Diese gelangten jeweils zu dem Ergebnis, dass kein Anlass f\u00fcr eine operative Intervention bestehe, sondern die Fortsetzung der konservativen Therapie empfehlenswert sei.<\/p>\n<p class=\"Grundtext\">Der Patient lie\u00df sich dann station\u00e4r aufnehmen in der Klinik, die er sp\u00e4ter verklagte. Auf der Grundlage der im Zuge dieses Aufenthalts erhobenen Befunde und durchgef\u00fchrten Therapien &#8211; analgetisch-antiphlogistische Medikation sowie Reischauer-Blockade links &#8211; wurde eine OP-Indikation gestellt. Anschlie\u00dfend wurde der Patient in der Klinik operiert, wobei die Implantation einer Bandscheibenersatzprothese im Bereich LW4\/5 links vorgenommen wurde. Es folgten zahlreiche weitere station\u00e4re Aufenthalte mit konservativen und auch erneut operativen Ma\u00dfnahmen.<\/p>\n<p class=\"Grundtext\">Der Patient machte im Rahmen der Klage geltend, dass die Operation zur Implantation einer Bandscheibenersatzprothese in mehrfacher Hinsicht kontraindiziert gewesen sei. Die diagnostischen M\u00f6glichkeiten vor dem Eingriff seien keineswegs ausgesch\u00f6pft gewesen. Zudem r\u00fcgte er, dass er nicht hinreichend \u00fcber die Risiken und die Indikationsstellung des Eingriffs aufgekl\u00e4rt worden sei. Er verlangte Schmerzensgeld wegen starker Beschwerden im Nacken, heftigen Schmerzen sowie allergischer Reaktionen.<\/p>\n<h2 class=\"Ueberschrift-klein\">Die Entscheidung<\/h2>\n<p class=\"Grundtext\">Das Gericht gab der Klage statt und sprach dem Patienten ein Schmerzensgeld in H\u00f6he von 20.000 Euro zu. Der Anspruch des Patienten sei allein wegen der mangelhaften Aufkl\u00e4rung gegeben; ob ein sonstiger Behandlungsfehler vorgelegen habe, sei unerheblich, so die Richter des OLG Hamm.<\/p>\n<p class=\"Grundtext\">Der Sachverst\u00e4ndige hatte erl\u00e4utert, dass zum Behandlungszeitpunkt Anfang 2007 die gew\u00e4hlte Methode des Bandscheibenersatzes noch relativ neu gewesen sei. Es h\u00e4tten jedoch Behandlungsalternativen wie die seinerzeit als Goldstandard bewertete Fusion (Versteifung) oder auch die Fortsetzung der konservativen Therapie bestanden.<\/p>\n<p class=\"Grundtext\">Hieraus folgerte das OLG: Die \u00c4rzte h\u00e4tten den Patienten explizit darauf hinweisen m\u00fcssen, dass der Einsatz einer Bandscheibenprothese im Behandlungszeitpunkt geringere Erfolgschancen f\u00fcr eine Beschwerdelinderung geboten hat als eine Versteifungsoperation &#8211; vor allem aufgrund des medizinischen Zustands des Patienten nach den zahlreichen Voroperationen.<\/p>\n<h2 class=\"Ueberschrift-mittel\">Fall 2: Der fehlende Hinweis auf die Biopsie<\/h2>\n<p class=\"Grundtext\">Im zweiten Fall hatte eine Patientin vor dem OLG Hamm Haftungsklage gegen eine Gyn\u00e4kologin erhoben (Urteil vom 29. Oktober 2014, Az. 3 U 55\/14). Ihr Vorwurf: Die \u00c4rztin habe nicht \u00fcber die Alternative einer bioptischen Abkl\u00e4rung aufgekl\u00e4rt.<\/p>\n<h2 class=\"Ueberschrift-klein\">Der Sachverhalt<\/h2>\n<p class=\"Grundtext\">Nachdem die Patientin einen Knoten in der Brust ertastet hatte, konsultierte sie die Gyn\u00e4kologin erstmals. Diese diagnostizierte ein Adenom mit perimenstruellen Beschwerden. Ein Jahr sp\u00e4ter stellte sich die Patientin erneut vor und berichtete \u00fcber eine Gr\u00f6\u00dfenzunahme des Knotens und Beschwerden. Die Gyn\u00e4kologin stufte den Befund in der Ultraschall-Klassifikation analog BI-RADS als BI-RADS III ein und diagnostizierte den Verdacht auf ein Fibroadenom. Sie verschrieb der Patientin Progestogel gegen die Schmerzen. Auf die M\u00f6glichkeit einer sofortigen weiteren Abkl\u00e4rung des Befunds mittels einer Biopsie wies sie jedoch nicht hin.<\/p>\n<p class=\"Grundtext\">Erst knapp ein weiteres Jahr sp\u00e4ter kam es zu einer stanzbioptischen Abkl\u00e4rung. Die durchgef\u00fchrte Jet-Biopsie ergab den Befund eines \u201ehigh grade Carcinoma in situ mit Verdacht auf einen \u00dcbergang in ein invasives Carcinom\u201c. Erforderlich wurden nachfolgend eine offene Mamma-Probeexzision, dann eine Chemotherapie und schlie\u00dflich eine Mastektomie. Die Patientin warf der Gyn\u00e4kologin vor, zu sp\u00e4t eine ausreichende Befunderhebung zur differentialdiagnostischen Abkl\u00e4rung des Knotens veranlasst zu haben. Dass die Gyn\u00e4kologin sie seinerzeit nicht auf die M\u00f6glichkeit einer Abkl\u00e4rung durch Biopsie hingewiesen habe, sei als fehlerhaft einzustufen.<\/p>\n<h2 class=\"Ueberschrift-klein\">Die Entscheidung<\/h2>\n<p class=\"Grundtext\">Zwar wies das Gericht im Ergebnis die Haftungsklage der Patientin ab, da die Kausalit\u00e4t f\u00fcr den geltend gemachten Schaden nicht nachgewiesen worden sei. Allerdings hoben die Richter in den Entscheidungsgr\u00fcnden des Urteils ausdr\u00fccklich hervor, dass der unterlassene Hinweis gegen\u00fcber der Patientin auf die in Betracht kommende Biopsie einen Behandlungsfehler darstelle. Die Gyn\u00e4kologin h\u00e4tte die Patientin initiativ \u00fcber die M\u00f6glichkeit der \u00dcberpr\u00fcfung des Befunds durch eine Biopsie aufkl\u00e4ren m\u00fcssen &#8211; trotz der Tatsache, dass die Stanzbiopsie als invasive Diagnostik eine h\u00f6here unmittelbare Belastung f\u00fcr die Patientin bedeutet habe -, da auf diesem Wege zuverl\u00e4ssiger ein Malignit\u00e4tsrisiko h\u00e4tte ausgeschlossen werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"Grundtext\">Aus diesem Urteil l\u00e4sst sich schlussfolgern: Wenn bei einem bestimmten Befund alternativ zu einer kurzfristigen Verlaufskontrolle eine invasive Diagnostik zwecks Abkl\u00e4rung in Betracht kommt, muss der Patient hier\u00fcber &#8211; auch ohne Nachfrage &#8211; aufgekl\u00e4rt werden. Dies gilt auch dann, wenn das Risiko der Malignit\u00e4t des erhobenen Befunds gering erscheint.<\/p>\n<div class=\"tabelle_scroll\">\n<table class=\"basis-tabelle\" width=\"100%\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"05\">\n<tbody>\n<tr>\n<td class=\"Kasteninhalt\" colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<blockquote><p><b>PRAXISHINWEIS | <\/b> Das Aufkl\u00e4rungsgespr\u00e4ch muss vom Arzt f\u00fcr den medizinischen Laien verst\u00e4ndlich gef\u00fchrt werden. Die Verwendung von Fachbegriffen gegen\u00fcber dem Patienten ist weder weiterf\u00fchrend noch geboten.<\/p><\/blockquote>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<h2 class=\"Ueberschrift-mittel\">Fall 3: Die Verwendung von Fachbegriffen in der Aufkl\u00e4rung<\/h2>\n<p class=\"Grundtext\">Das OLG Koblenz hat mit Beschluss vom 21. November 2014 ebenfalls verdeutlicht, dass Fachsprache bei der Aufkl\u00e4rung fehl am Platze ist (Az. <a class=\"dejure\" title=\"5 U 1087\/14 (2 zugeordnete Entscheidungen)\" href=\"http:\/\/dejure.org\/dienste\/vernetzung\/rechtsprechung?Text=5%20U%201087\/14\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">5 U 1087\/14<\/a>).<\/p>\n<h2 class=\"Ueberschrift-klein\">Aus dem Urteil<\/h2>\n<p class=\"Grundtext\">Im entschiedenen Fall wurde die Gefahr einer Arthrofibrose nach einer Kniegelenksoperation als hinreichend umschrieben angesehen durch den Hinweis, dass Funktions- und Bewegungseinschr\u00e4nkungen auftreten k\u00f6nnen und die Gefahr von Verkalkungen in benachbarten Muskeln bestehe. Dies wiederum k\u00f6nne unter Umst\u00e4nden lang dauernde krankengymnastische oder auch operative Nachbehandlungen erfordern.<\/p>\n<h2 class=\"Ueberschrift-klein\">Medizinische Fachbegriffe nicht erforderlich<\/h2>\n<p class=\"Grundtext\">Das Gericht wies den Einwand der Patientin zur\u00fcck, der Begriff \u201eArthrofibrose\u201c sei in den voroperativen Gespr\u00e4chen nicht gefallen. Dieser Fachbegriff h\u00e4tte der Patientin ohnehin nichts gesagt und habe daher nicht genannt werden m\u00fcssen. Schlie\u00dflich nahm die Patientin ihre gegen den Operateur gerichtete Klage wegen eines Aufkl\u00e4rungsfehlers zur\u00fcck.<\/p>\n<h2 class=\"Ueberschrift-mittel\">Verweis an Klinik mit besserer Ausstattung?<\/h2>\n<p class=\"Grundtext\">Der Patient muss grunds\u00e4tzlich nicht dar\u00fcber aufgekl\u00e4rt werden, dass dieselbe Behandlung anderenorts mit vielleicht besseren personellen und operativen Mitteln m\u00f6glich ist. Dies gilt solange, wie der Ausstattungszustand in der eigenen Klinik noch dem medizinischen Standard entspricht. Sobald sich jedoch neue Verfahren weitgehend durchgesetzt haben, muss der Patient initiativ auf alternative Kliniken verwiesen werden, wenn diese<\/p>\n<ul class=\"gross q0\">\n<li>eine deutlich bessere technisch-operative Ausstattung vorhalten oder<\/li>\n<\/ul>\n<ul class=\"gross q0\">\n<li>\u00fcber deutlich besseres bzw. spezialisierteres Personal verf\u00fcgen<\/li>\n<\/ul>\n<ul class=\"gross q0\">\n<li>und sich diese Umst\u00e4nde in wesentlich geringeren Risiken oder wesentlich h\u00f6heren Erfolgschancen f\u00fcr den Patienten niederschlagen.<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"Grundtext\">Auch Missst\u00e4nde in der eigenen Klinik k\u00f6nnen eine Aufkl\u00e4rung des Patienten erforderlich machen &#8211; etwa bei einer deutlichen personellen oder operativen \u201eUnterausstattung\u201c, einer von der Norm abweichende Infektionsstatistik oder wenn gegen die in der Klinik angewandte Methode gewichtige Bedenken in der medizinischen Literatur erhoben worden sind.<\/p>\n<div class=\"tabelle_scroll\">\n<table class=\"basis-tabelle\" width=\"100%\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"05\">\n<tbody>\n<tr>\n<td class=\"Kasteninhalt\" colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<blockquote><p><b>FAZIT | <\/b> Keine Klinikleitung sieht es gern, wenn \u00c4rzte von sich aus Patienten darauf hinweisen, dass eine bestimmte Ma\u00dfnahme in einer anderen Klinik in besserer Qualit\u00e4t angeboten wird. Im Spannungsfeld zwischen \u00e4rztlicher Therapiefreiheit, Patientenwohl und Wirtschaftlichkeit sollte der Arzt genau abw\u00e4gen, was er den Patienten im Aufkl\u00e4rungsgespr\u00e4ch mitteilt. Je umfassender die Aufkl\u00e4rung &#8211; auch \u00fcber Behandlungsalternativen &#8211; erfolgt, desto geringer ist das haftungsrechtliche Risiko. Der Hinweis gegen\u00fcber dem Patienten auf Behandlungsalternativen sollte in jedem Fall dokumentiert werden &#8211; etwa mit einem handschriftlichen Eintrag im Aufkl\u00e4rungsbogen. Der Oberarzt mit Leitungsfunktion sollte seine \u00e4rztlichen Mitarbeiter entsprechend anweisen.<\/p><\/blockquote>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Rechtsanw\u00e4ltin Henriette Nehse, armedis Rechtsanw\u00e4lte, Hannover, www.armedis.de Sowohl in den operativen als auch in den nichtoperativen Fachgebieten gibt es h\u00e4ufig mehrere Behandlungswege, die medizinisch vertretbar sind. 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