{"id":629,"date":"2017-02-28T14:54:20","date_gmt":"2017-02-28T14:54:20","guid":{"rendered":"http:\/\/oberarztheute.apps-1and1.net\/?p=629"},"modified":"2017-11-28T15:02:27","modified_gmt":"2017-11-28T15:02:27","slug":"ausserklinische-versorgung-technikabhaengiger-patienten-planen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/oberarzt-heute.de\/?p=629","title":{"rendered":"Au\u00dferklinische Versorgung technikabh\u00e4ngiger Patienten planen"},"content":{"rendered":"<p class=\"Autorenzeile\"><em>von Bernd Hein, Fachjournalist Gesundheitswesen, Buch am Buchrain<\/em><\/p>\n<p class=\"Grundtext\"><strong>Patienten, die langfristig von Medizintechnik abh\u00e4ngig bleiben, ben\u00f6tigen \u00fcber die akutstation\u00e4re Therapie hinaus eine verl\u00e4ssliche Versorgung. Viele von ihnen werden in die H\u00e4uslichkeit \u00fcberf\u00fchrt. Dann sind vom Tag der Entlassung an Strukturen erforderlich, die ihnen helfen, mit den krankheitsbedingten Defiziten umzugehen. Die Grundlage daf\u00fcr muss bereits im Krankenhaus gelegt werden. Durch gezieltes Case Management kann der Oberarzt zu einer echten St\u00fctze technikabh\u00e4ngiger Patienten werden.<\/strong><!--more--><\/p>\n<h2 class=\"Ueberschrift-mittel\">Das bedeutet Case Management<\/h2>\n<p class=\"Grundtext\">\u201eCase Management\u201c bezeichnet die umfassende Einsch\u00e4tzung, Planung, Umsetzung, \u00dcberwachung und Steuerung aller Dienstleistungen, die ein Patient ben\u00f6tigt. Das Ziel kann der Erhalt oder die Wiedererlangung seiner Gesundheit sein. Alternativ richtet sich das Case Management darauf, eine Umgebung zu schaffen, die dem Patienten einen zielorientierten Weg durch die Angebote des Gesundheitssystems weist (z. B. in Bezug auf Rehabilitation) oder eine Situation schafft, in der er m\u00f6glichst optimal mit Krankheitsfolgen oder Behinderungen leben und eine maximale Teilhabe an der Gesellschaft realisieren kann.<\/p>\n<p class=\"Grundtext\">Die Abh\u00e4ngigkeit der K\u00f6rperfunktionen von Produkten der Medizintechnik kann vielf\u00e4ltig und von unterschiedlicher Intensit\u00e4t sein. Diabetiker ben\u00f6tigen z. B. Insulinpumpen, die sie nach entsprechender Schulung eigenst\u00e4ndig bedienen k\u00f6nnen. Auch eine h\u00e4uslich durchgef\u00fchrte Peritonealdialyse ist im besten Fall eigenst\u00e4ndig durchf\u00fchrbar. Patienten, die mit implantierten Kathetern ausgestattet sind, um etwa eine parenterale Ern\u00e4hrung oder Schmerztherapie sicherstellen zu k\u00f6nnen, brauchen hingegen \u00fcberwiegend deutlich mehr Assistenz. Die umfassendsten Anforderungen stellt ohne Zweifel die au\u00dferklinische Beatmung &#8211; sofern sie invasiv und kontinuierlich erfolgt.<\/p>\n<p class=\"Grundtext\">In der Klinik gilt Beatmung als eine absolute Indikation f\u00fcr die Aufnahme auf einer entsprechend ausgestatteten Intensivstation, wenn man von suffizient eingestellten, ambulant betreuten Beatmungspatienten absieht, die ggf. entsprechend geschulte Betreuungskr\u00e4fte mitbringen. Diese w\u00e4ren auch auf Normalstationen angemessen zu versorgen, ohne das klinikeigene Personal zu \u00fcberfordern. Die Verlegung dauerhaft ateminsuffizienter Patienten (sowie von Menschen, die in \u00e4hnlicher Weise betreuungsbed\u00fcrftig sind) in die H\u00e4uslichkeit kann nur mithilfe eines strukturierten Case Managements und eines entsprechend geschulten, multiprofessionellen Teams gelingen.<\/p>\n<div class=\"tabelle_scroll\">\n<table class=\"basis-tabelle\" width=\"100%\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"05\">\n<tbody>\n<tr>\n<td class=\"Kasteninhalt\" colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<blockquote><p><b>MERKE | <\/b> Die Nutzung der Prinzipien des Case Managements ist vor allem erforderlich, wenn Patienten zu versorgen sind, bei denen langfristiger Hilfebedarf abzusehen ist, den verschiedene Anbieter und Institutionen leisten und der deshalb einer umfangreichen Koordination bedarf.<\/p><\/blockquote>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<h2 class=\"Ueberschrift-mittel\">Ziele des Case Managements<\/h2>\n<p class=\"Grundtext\">Das strukturierte Case Management vermeidet Versorgungsfehler und -br\u00fcche. Es dient der Transparenz gegen\u00fcber den Kostentr\u00e4gern und beschleunigt Prozesse. Die Ziele lassen sich wie folgt zusammenfassen:<\/p>\n<ul class=\"gross q0\">\n<li>Versorgungsabl\u00e4ufe an den Schnittstellen der station\u00e4ren und ambulanten Versorgung sowie der Teilbereiche Pr\u00e4vention, kurative und palliative Therapie, Rehabilitation optimieren<\/li>\n<\/ul>\n<ul class=\"gross q0\">\n<li>Koordination von Dienstleistern optimieren<\/li>\n<\/ul>\n<ul class=\"gross q0\">\n<li>Medizinisches und pflegerisches Gesamtkonzept schaffen, das sich sinnvoll erg\u00e4nzt und keine Redundanzen zul\u00e4sst<\/li>\n<\/ul>\n<ul class=\"gross q0\">\n<li>Transparenz und vereinfachte Kommunikationswege f\u00fcr alle beteiligten Dienstleister gew\u00e4hrleisten<\/li>\n<\/ul>\n<ul class=\"gross q0\">\n<li>\u00dcber-, Unter- oder Fehlversorgungen vermeiden<\/li>\n<\/ul>\n<ul class=\"gross q0\">\n<li>Ma\u00dfnahmen an den Bed\u00fcrfnissen des Patienten bzw. seiner Bezugspersonen (z. B. Angeh\u00f6rige) orientieren<\/li>\n<\/ul>\n<ul class=\"gross q0\">\n<li>Maximale Selbstbestimmung und Entscheidungsfreiheit des Patienten beachten<\/li>\n<\/ul>\n<h2 class=\"Ueberschrift-mittel\">Aufbau des Case Managements<\/h2>\n<p class=\"Grundtext\">Das Case Management ist in sechs Schritte gegliedert. Diese sind darauf ausgerichtet, Struktur zu vermitteln, die Adh\u00e4renz des Patienten zu gew\u00e4hrleisten und die \u00dcberpr\u00fcfung des Nutzens der gew\u00e4hlten Strategie zu erm\u00f6glichen:<\/p>\n<ul class=\"gross q2\">\n<li><strong>1. Vertrauensbasis zwischen dem Betreuungs- bzw. Behandlungsteam und dem Patienten entwickeln<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<ul class=\"gross q1\">\n<li>\n<ul class=\"klein\">\n<li>Die Auswahl der Patienten in das Verfahren des Case Managements erfolgt indikationsgest\u00fctzt. M\u00f6gliche Indikationen bestehen in chronischen Erkrankungen, hohem Alter, sozialer Isolation, mangelhafter oder fehlender h\u00e4uslicher Versorgung, Demenz.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<ul class=\"gross q1\">\n<li>\n<ul class=\"klein\">\n<li>Der erste Kontakt zwischen dem Case Manager und dem Patienten erfolgt in Form eines Informationsgespr\u00e4chs, bei dem Aufgaben, Ziele und Nutzen des Prozesses sowie das weitere Vorgehen abzusprechen sind.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<ul class=\"gross q2\">\n<li><strong>2. Assessment und Bedarf kl\u00e4ren<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<ul class=\"gross q1\">\n<li>\n<ul class=\"klein\">\n<li>Medizinische, pflegerische und psychosoziale Anamnese erheben<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<ul class=\"gross q1\">\n<li>\n<ul class=\"klein\">\n<li>Einsch\u00e4tzung der erforderlichen Unterst\u00fctzung sowie Abstimmung und Priorisierung der Versorgungsleistungen mit den Institutionen, die an der Betreuung des Patienten beteiligt sind<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<ul class=\"gross q2\">\n<li><strong>3. Versorgungsplan erstellen<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<ul class=\"gross q1\">\n<li>\n<ul class=\"klein\">\n<li>Versorgungsziele und Ma\u00dfnahmen festlegen, die erforderlich sind<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<ul class=\"gross q1\">\n<li>\n<ul class=\"klein\">\n<li>Zust\u00e4ndigkeiten f\u00fcr die verschiedenen Aspekte der Versorgung regeln und Ziele vereinbaren, die die einzelnen Dienstleister in definierten Zeitr\u00e4umen erreichen sollen<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<ul class=\"gross q2\">\n<li><strong>4. Versorgungsplan umsetzen<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<ul class=\"gross q1\">\n<li>\n<ul class=\"klein\">\n<li>Dienstleistungen koordinieren und dokumentieren, die alle Beteiligten zu erbringen haben<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<ul class=\"gross q2\">\n<li><strong>5. Monitoring der Leistungserbringung<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<ul class=\"gross q1\">\n<li>\n<ul class=\"klein\">\n<li>Geplante Ma\u00dfnahmen sowie deren Verh\u00e4ltnis zu den angestrebten Zielen \u00fcberwachen<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<ul class=\"gross q1\">\n<li>\n<ul class=\"klein\">\n<li>Verwendung von Ressourcen \u00fcberwachen<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<ul class=\"gross q1\">\n<li>\n<ul class=\"klein\">\n<li>Qualit\u00e4t erbrachter Leistungen \u00fcberwachen<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<ul class=\"gross q2\">\n<li><strong>6. Evaluation<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<ul class=\"gross q1\">\n<li>\n<ul class=\"klein\">\n<li>\u00dcberpr\u00fcfung des Case-Management-Prozesses auf seine Effizienz<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<ul class=\"gross q1\">\n<li>\n<ul class=\"klein\">\n<li>Zeitkritische Anpassung des Case-Management-Prozesses an ver\u00e4nderte Bedingungen<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<ul class=\"gross q1\">\n<li>\n<ul class=\"klein\">\n<li>Abschluss des Case-Management-Prozesses, sobald die Ziele aller Beteiligten erreicht sind<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"tabelle_scroll\">\n<table class=\"basis-tabelle\" width=\"100%\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"05\">\n<tbody>\n<tr>\n<td class=\"Kasteninhalt\" colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<blockquote><p><b>MERKE | <\/b> Das Case Management ist wie eine Spirale aufgebaut. Der Prozess entwickelt sich unter ver\u00e4nderlichen Bedingungen und durchl\u00e4uft dabei die sechs genannten Stadien immer wieder, bis er die angestrebten Ziele vollst\u00e4ndig erreicht hat. Wenn es gelingt, alle Aspekte in dem zuvor bestimmten Zeitrahmen zu erf\u00fcllen, sind zun\u00e4chst keine weiteren Schritte erforderlich.<\/p><\/blockquote>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 class=\"Ueberschrift-mittel\">Steuerung des Case Managements<\/h2>\n<p class=\"Grundtext\">Case Management ist multidisziplin\u00e4r angelegt. \u00c4rzte, Therapeuten, Sozialarbeiter und Pflegekr\u00e4fte \u00fcbernehmen definierte Aufgaben, die sich im Idealfall erg\u00e4nzen und dem Patienten eine durchg\u00e4ngig bedarfsgerechte Versorgung gew\u00e4hrleisten. Die Steuerung k\u00f6nnen z. B. Pflegekr\u00e4fte \u00fcbernehmen, die \u00fcber eine entsprechende Weiterbildung verf\u00fcgen und u. a. die jeweils aktuellen gesetzlichen Ma\u00dfgaben kennen.<\/p>\n<h2 class=\"Ueberschrift-mittel\">Beispiel: \u00dcberleitung von Patienten in die Heimbeatmung<\/h2>\n<p class=\"Grundtext\">Am Beispiel von Patienten, die eine Heimbeatmung ben\u00f6tigen, l\u00e4sst sich beschreiben, welche Kommunikationswege f\u00fcr eine \u00dcberleitung aus der station\u00e4ren Phase zu leisten sind. Die Ma\u00dfnahmen sollten mindestens zwei Wochen vor dem Entlassungstermin beginnen.<\/p>\n<h2 class=\"Ueberschrift-klein\">Adaption des Patienten an ein Heimbeatmungsger\u00e4t<\/h2>\n<p class=\"Grundtext\">Auf der therapeutischen Ebene ist zun\u00e4chst die Adaption des Patienten an ein Heimbeatmungsger\u00e4t erforderlich. Inzwischen bietet der Markt viele Modelle mit unterschiedlicher Konfektion. Sie lassen sich exakt nach den Bed\u00fcrfnissen des Patienten ausw\u00e4hlen. Da das Angebot so un\u00fcbersichtlich ist, sind Kliniker meist \u00fcberfordert, wenn sie das Optimum herausfinden sollen. Deshalb ist es unverzichtbar, den Kontakt zu Hilfsmittellieferanten zu halten, deren Portfolio die Heimbeatmung umfasst. Sie k\u00f6nnen auch die anderen Medizinprodukte und Hilfsmittel (z. B. Verbrauchsg\u00fcter, Verbandsmaterialien) zur Verf\u00fcgung stellen, die f\u00fcr eine solche Versorgung zwingend erforderlich sind.<\/p>\n<h2 class=\"Ueberschrift-klein\">Auswahl des Pflegedienstes<\/h2>\n<p class=\"Grundtext\">Invasive Heimbeatmung erfordert in aller Regel eine professionelle 24-Stunden-Pflege und damit einen Pflegedienst, der \u00fcber das n\u00f6tige Know-how sowie die personellen Ressourcen verf\u00fcgt. Aus der Sicht der Klinik ist es notwendig, rechtzeitig vor der Entlassung des Patienten Kontakt zu einem entsprechend qualifizierten Pflegedienst aufzunehmen, der in der Heimatregion des Patienten t\u00e4tig ist. Sofern eine h\u00e4usliche Versorgung im Familienverbund nicht m\u00f6glich sein sollte, besteht die M\u00f6glichkeit der Verlegung in eine Wohngemeinschaft. Solche Einrichtungen sind inzwischen weit verbreitet und werden h\u00e4ufig ebenfalls von Pflegediensten betrieben.<\/p>\n<p class=\"Grundtext\">Diese Pflegedienste unterhalten zumeist intensiven Kontakt zu niedergelassenen Medizinern, die in der Lage sind, die anspruchsvolle Betreuung heimbeatmeter Menschen zu leisten. Hierbei ist zu bedenken, dass es sich in aller Regel nicht um eine isolierte Ateminsuffizienz handelt, sondern dass auch das Management einer enteralen Ern\u00e4hrung sowie ggf. einer kontinuierlichen intraven\u00f6sen Therapie erforderlich wird.<\/p>\n<h2 class=\"Ueberschrift-klein\">Kontakt mit der Krankenversicherung<\/h2>\n<p class=\"Grundtext\">Angesichts der erheblichen Kosten, die ein Heimbeatmungspatient monatlich verursacht, ist es geraten, fr\u00fchzeitig in Kontakt mit der Krankenversicherung zu treten. Dort sind Pr\u00fcfungs- und Genehmigungsverfahren zu durchlaufen, bevor die \u00dcbernahmezusage erteilt wird.<\/p>\n<h2 class=\"Ueberschrift-klein\">Versorgung \u00fcber Apotheke sichern<\/h2>\n<p class=\"Grundtext\">Auch an den Kontakt zu einer nahe gelegenen Apotheke ist zu denken, weil die Patienten h\u00e4ufig Arzneimittel bzw. Sondennahrung ben\u00f6tigen, die nicht zum t\u00e4glichen Leistungsumfang geh\u00f6ren. Auch wenn das Liefersystem in Deutschland darauf ausgerichtet ist, ungew\u00f6hnliche Bestellungen binnen weniger Stunden an jedem beliebigen Ort verf\u00fcgbar zu machen, k\u00f6nnen ung\u00fcnstige Verlegungszeitpunkte (z.\u00a0B. Wochenende) zu Versorgungsbr\u00fcchen f\u00fchren.<\/p>\n<h2 class=\"Ueberschrift-klein\">Auswahl geeigneter Therapeuten<\/h2>\n<p class=\"Grundtext\">Heimbeatmete Patienten ben\u00f6tigen \u00fcberdies fast immer therapeutische Interventionen, z. B. Physio- und Ergotherapie oder Logop\u00e4die. Nicht alle niedergelassenen Anbieter k\u00f6nnen diese spezielle Klientel ad\u00e4quat behandeln. Deshalb ist auch hier eine zeitgerechte Information bzw. Auswahl sinnvoll.<\/p>\n<h2 class=\"Ueberschrift-klein\">Begleitung und Vorbereitung der Angeh\u00f6rigen<\/h2>\n<p class=\"Grundtext\">Nicht zuletzt ist die intensive Begleitung und Vorbereitung der Angeh\u00f6rigen von immenser Bedeutung f\u00fcr eine gelingende Heimbeatmung. Auch wenn Mitarbeiter eines spezialisierten Pflegedienstes rund um die Uhr anwesend sind und den Familienmitgliedern alle unmittelbaren Pflege- und Versorgungst\u00e4tigkeiten abnehmen, bedeutet die Aufnahme eines derart eingeschr\u00e4nkten Menschen in den privaten Lebensraum eine erhebliche Belastung. Sie potenziert sich durch die gleichzeitige und permanente Anwesenheit eines fremden Menschen (der Pflegekraft). Aus diesem Grund kommt es sehr h\u00e4ufig zu Konflikten. Diese Entwicklung l\u00e4sst sich bereits vor dem Beginn der Versorgung durch Beratungsgespr\u00e4che mit entsprechend geschulten und in diesem Bereich erfahrenen Mediatoren (z. B. Sozialarbeitern, Supervisoren, Seelsorgern) mildern oder abwenden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Bernd Hein, Fachjournalist Gesundheitswesen, Buch am Buchrain Patienten, die langfristig von Medizintechnik abh\u00e4ngig bleiben, ben\u00f6tigen \u00fcber die akutstation\u00e4re Therapie hinaus eine verl\u00e4ssliche Versorgung. Viele von ihnen werden in die H\u00e4uslichkeit \u00fcberf\u00fchrt. 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