{"id":763,"date":"2017-09-29T10:45:39","date_gmt":"2017-09-29T10:45:39","guid":{"rendered":"http:\/\/oberarztheute.apps-1and1.net\/?p=763"},"modified":"2017-11-29T10:47:28","modified_gmt":"2017-11-29T10:47:28","slug":"tarifeinheitsgesetz-weitgehend-verfassungsgemaess-das-ende-der-spartengewerkschaften","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/oberarzt-heute.de\/?p=763","title":{"rendered":"Tarifeinheitsgesetz weitgehend verfassungsgem\u00e4\u00df \u2013 das Ende der Spartengewerkschaften?"},"content":{"rendered":"<p class=\"Autorenzeile\"><em>von RA und FA MedR Dr. Tobias Scholl-Eickmann, Kanzlei am \u00c4rztehaus, Dortmund, <a href=\"http:\/\/www.kanzlei-am-aerztehaus.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.kanzlei-am-aerztehaus.de<\/a><\/em><\/p>\n<p class=\"Grundtext\"><strong>Das umstrittene Tarifeinheitsgesetz ist weitgehend mit dem Grundgesetz (GG) vereinbar. Das hat das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) am 11.07.2017 mit sechs zu zwei Stimmen entschieden (Az. 1 BvR 1571\/15, 1 BvR 1477\/16, 1 \u00a0BvR 1043\/16, 1 BvR 2883\/15, 1 BvR 1588\/15). Der Gesetzgeber muss allerdings noch nachbessern. F\u00fcr Krankenhaus\u00e4rzte wird das Urteil gravierende Auswirkungen haben, da die bisherige Verhandlungsmacht des Marburger Bundes erheblich reduziert wurde. Gleichwohl ist das Ende von Spartengewerkschaften damit nicht besiegelt.\u00a0<\/strong><!--more--><\/p>\n<h2 class=\"Ueberschrift-mittel\">Sachverhalt<\/h2>\n<p class=\"Grundtext\">Das am 10.07.2015 in Kraft getretene Tarifeinheitsgesetz regelt Konflikte im Zusammenhang mit der Geltung mehrerer Tarifvertr\u00e4ge in einem Betrieb, z.\u00a0B. TV\u00f6D (Tarifvertrag \u00f6ffentlicher Dienst) und TV-\u00c4rzte\/VKA (Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverb\u00e4nde). Es ordnet an, dass im Fall der Kollision mehrerer Tarifvertr\u00e4ge der Tarifvertrag derjenigen Gewerkschaft verdr\u00e4ngt wird, die weniger Mitglieder im Betrieb hat. Dazu sieht es ein gerichtliches Beschlussverfahren zur Feststellung der Mehrheit vor. Der Arbeitgeber muss die Aufnahme von Tarifverhandlungen den anderen tarifzust\u00e4ndigen Gewerkschaften bekannt geben und diese mit ihren tarifpolitischen Forderungen anh\u00f6ren. Wird ihr Tarifvertrag im Betrieb verdr\u00e4ngt, hat die Gewerkschaft einen Anspruch auf Nachzeichnung, d. h., sie kann Inhalte des Tarifvertrags der gr\u00f6\u00dferen Gewerkschaft \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p class=\"Grundtext\">Mit den nun entschiedenen Verfassungsbeschwerden wendeten sich Berufsgruppengewerkschaften, u. a. die Pilotenvereinigung Cockpit, die Lokf\u00fchrergewerkschaft GdL sowie der Marburger Bund als \u00c4rztegewerkschaft, gegen das Tarifeinheitsgesetz und r\u00fcgten eine Verletzung der Koalitionsfreiheit. Diese sei nach Art.\u00a0<a class=\"dejure\" title=\"Art. 9 GG\" href=\"http:\/\/dejure.org\/gesetze\/GG\/9.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">9<\/a> Abs.\u00a03\u00a0GG verfassungsrechtlich gesch\u00fctzt.<\/p>\n<h2 class=\"Ueberschrift-mittel\">Entscheidungsgr\u00fcnde<\/h2>\n<p class=\"Grundtext\">Das BVerfG betont zun\u00e4chst, dass das Grundrecht aus Art.\u00a0<a class=\"dejure\" title=\"Art. 9 GG\" href=\"http:\/\/dejure.org\/gesetze\/GG\/9.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">9<\/a> Abs.\u00a03\u00a0GG alle koalitionsspezifischen Verhaltensweisen sch\u00fctze, insbesondere die Tarifautonomie und Arbeitskampfma\u00dfnahmen, die auf den Abschluss von Tarifvertr\u00e4gen gerichtet seien. Das Grundrecht vermittele jedoch kein Recht auf absolute tarifpolitische Verwertbarkeit von Schl\u00fcsselpositionen und Blockademacht zum eigenen Nutzen. Ebenso wenig gebe es eine Bestandsgarantie f\u00fcr einzelne Koalitionen.<\/p>\n<p class=\"Grundtext\">Allerdings werde die Koalitionsfreiheit ausdr\u00fccklich f\u00fcr jedermann und alle Berufe garantiert. Daher w\u00e4ren staatliche Ma\u00dfnahmen mit Art.\u00a0<a class=\"dejure\" title=\"Art. 9 GG\" href=\"http:\/\/dejure.org\/gesetze\/GG\/9.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">9<\/a> Abs.\u00a03\u00a0GG unvereinbar, die gerade darauf zielten, bestimmte Gewerkschaften aus dem Tarifgeschehen herauszudr\u00e4ngen oder bestimmten Gewerkschaftstypen, wie etwa Berufsgewerkschaften, generell die Existenzgrundlage zu entziehen.<\/p>\n<h2 class=\"Ueberschrift-klein\">Tarifeinheitsgesetz greift in Grundrecht aus Art.\u00a0<a class=\"dejure\" title=\"Art. 9 GG\" href=\"http:\/\/dejure.org\/gesetze\/GG\/9.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">9<\/a> Abs.\u00a03\u00a0GG ein<\/h2>\n<p class=\"Grundtext\">Die Regelungen des Tarifeinheitsgesetzes griffen in das Grundrecht aus Art.\u00a0<a class=\"dejure\" title=\"Art. 9 GG\" href=\"http:\/\/dejure.org\/gesetze\/GG\/9.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">9<\/a> Abs.\u00a03\u00a0GG ein. Denn sowohl die drohende Verdr\u00e4ngung des eigenen Tarifvertrags als auch die gerichtliche Feststellung, in einem Betrieb in der Minderheit zu sein, k\u00f6nnten eine Gewerkschaft bei der Mitgliederwerbung und der Mobilisierung ihrer Mitglieder f\u00fcr Arbeitskampfma\u00dfnahmen schw\u00e4chen und Entscheidungen zur tarifpolitischen Ausrichtung sowie Strategie beeinflussen. Andererseits werde die Option, mit Arbeitskampfma\u00dfnahmen wie einem Streik Druck auf den Arbeitgeber aufzubauen, nicht (vollkommen) ausgeschlossen. Im Zweifel m\u00fcssten insoweit die Arbeitsgerichte zur Kl\u00e4rung bem\u00fcht werden.<\/p>\n<h2 class=\"Ueberschrift-klein\">Weitgehende Verfassungsgem\u00e4\u00dfheit des Eingriffs<\/h2>\n<p class=\"Grundtext\">Der Eingriff in das Grundrecht sei indes gerechtfertigt. Der Gesetzgeber verfolge den Zweck, Anreize f\u00fcr ein kooperatives Vorgehen der Arbeitnehmerseite in Tarifverhandlungen zu setzen und so Tarifkollisionen zu vermeiden. Dieser Zweck sei legitim und auch verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig, soweit die im Zentrum stehende \u201eVerdr\u00e4ngungsregelung\u201c des \u00a7\u00a0<a class=\"dejure\" title=\"\u00a7 4a TVG: Tarifkollision\" href=\"http:\/\/dejure.org\/gesetze\/TVG\/4a.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">4a<\/a> Abs.\u00a02\u00a0Tarifvertragsgesetz (TVG) restriktiv ausgelegt werde. Dazu f\u00fchrt das BVerfG folgende Erw\u00e4gungen an:<\/p>\n<ul>\n<li>Die Verdr\u00e4ngungsregelung ist tarifdispositiv, kann also durch Tarifvertr\u00e4ge ausgeschlossen werden; allerdings m\u00fcssen alle betroffenen Tarifvertragsparteien vereinbaren, dass die Kollisionsnorm nicht zur Anwendung kommt.<\/li>\n<li>Die Arbeitsgerichte sind gehalten, Tarifvertr\u00e4ge im Kollisionsfall so auszulegen, dass die durch eine Verdr\u00e4ngung beeintr\u00e4chtigten Grundrechtspositionen m\u00f6glichst weitgehend geschont werden. Wenn und soweit es objektiv dem Willen der Tarifvertragsparteien des Mehrheitstarifvertrags entspricht, eine Erg\u00e4nzung ihrer Regelungen durch Tarifvertr\u00e4ge konkurrierender Gewerkschaften zuzulassen, werden Letztere nicht verdr\u00e4ngt. Besteht Grund zu der Annahme, dass Regelungen kollidierender Tarifvertr\u00e4ge nebeneinander bestehen sollen, findet die Verdr\u00e4ngung dort nicht statt.<\/li>\n<li>Zur Vermeidung unzumutbarer H\u00e4rten d\u00fcrfen bestimmte tarifvertraglich garantierte Leistungen nicht verdr\u00e4ngt werden. Das betrifft l\u00e4ngerfristig bedeutsame Leistungen, auf die sich Besch\u00e4ftigte in ihrer Lebensplanung typischerweise einstellen und auf deren Bestand sie berechtigterweise vertrauen. Das sind z.\u00a0B. Leistungen zur Alterssicherung, zur Arbeitsplatzgarantie oder zur Lebensarbeitszeit. Der Gesetzgeber hat daf\u00fcr keine Schutzvorkehrungen getroffen. Hier m\u00fcssen ggf. die Gerichte sicherstellen, dass die Verdr\u00e4ngung eines Tarifvertrags zumutbar bleibt.<\/li>\n<li>Die Verdr\u00e4ngung eines Tarifvertrags dauert nur so lange an, wie der verdr\u00e4ngende Tarifvertrag l\u00e4uft und kein weiterer Tarifvertrag eine Verdr\u00e4ngung bewirkt. Der verdr\u00e4ngte Tarifvertrag lebt danach f\u00fcr die Zukunft wieder auf. Ob dies anders zu beurteilen ist, um ein kurzfristiges Springen zwischen den Tarifwerken zu vermeiden, m\u00fcssen die Fachgerichte entscheiden.<\/li>\n<li>Den Minderheitsgewerkschaften steht das Recht auf Nachzeichnung eines anderen Tarifvertrags zu.<\/li>\n<li>Die Beeintr\u00e4chtigung der Rechte aus Art.\u00a0<a class=\"dejure\" title=\"Art. 9 GG\" href=\"http:\/\/dejure.org\/gesetze\/GG\/9.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">9<\/a> Abs.\u00a03\u00a0GG wird durch Verfahrens- und Beteiligungsrechte der von der Verdr\u00e4ngung betroffenen Gewerkschaft gemindert: Der Arbeitgeber muss die Aufnahme von Tarifverhandlungen rechtzeitig im Betrieb bekannt geben. Die nicht selbst verhandelnde, aber tarifzust\u00e4ndige Gewerkschaft hat einen Anspruch darauf, dem Arbeitgeber ihre Vorstellungen vorzutragen.<\/li>\n<li>Zur Kl\u00e4rung der Verhandlungsberechtigung muss ggf. die Mitgliederst\u00e4rke der Gewerkschaft in dem neu etablierten arbeitsgerichtlichen Beschlussverfahren offengelegt werden. Die Fachgerichte m\u00fcssen die prozessrechtlichen M\u00f6glichkeiten nutzen, um dies m\u00f6glichst zu vermeiden. Gelingt das nicht in allen F\u00e4llen, ist das mit Blick auf das gesetzgeberische Ziel jedoch insgesamt zumutbar.<\/li>\n<\/ul>\n<h2 class=\"Ueberschrift-mittel\">Nachbesserung des Gesetzes ist notwendig<\/h2>\n<p class=\"Grundtext\">Das BVerfG betont, dass das Gesetz teilweise nicht mit der Verfassung in Einklang zu bringen ist und daher nachgebessert werden muss. So seien die mit der Verdr\u00e4ngung eines Tarifvertrags verbundenen Beeintr\u00e4chtigungen insoweit unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig, als Schutzvorkehrungen gegen eine einseitige Vernachl\u00e4ssigung der Angeh\u00f6rigen einzelner Berufsgruppen durch die jeweilige Mehrheitsgewerkschaft fehlen. Es sei nicht auszuschlie\u00dfen, dass auch im Fall der Nachzeichnung deren Arbeitsbedingungen und Interessen mangels wirksamer Vertretung in der Mehrheitsgewerkschaft unzumutbar \u00fcbergangen werden. Der Gesetzgeber ist insofern gehalten, bis zum 31.12.2018 Abhilfe zu schaffen. Er hat dabei einen weiten Gestaltungsspielraum.<\/p>\n<p class=\"Grundtext\">Bis zu einer Neuregelung darf ein Tarifvertrag im Fall einer Kollision im Betrieb daher nur verdr\u00e4ngt werden, wenn plausibel dargelegt ist, dass die Mehrheitsgewerkschaft die Belange der Angeh\u00f6rigen der Minderheitsgewerkschaft ernsthaft und wirksam in ihrem Tarifvertrag ber\u00fccksichtigt hat.<\/p>\n<div class=\"tabelle_scroll\">\n<table class=\"basis-tabelle\" width=\"100%\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"05\">\n<tbody>\n<tr>\n<td class=\"Kasteninhalt\" colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<blockquote><p><b>FAZIT | <\/b> Das Urteil hat nicht die gerade vom Marburger Bund erhoffte Feststellung der Verfassungswidrigkeit des Tarifeinheitsgesetzes gebracht. Die Entscheidung ist in der juristischen Begr\u00fcndung kritisch zu betrachten und offenkundig politisch motiviert. Viele Fragen werden wohl erst im Rahmen k\u00fcnftiger Auseinandersetzungen einer arbeitsgerichtlichen Kl\u00e4rung zugef\u00fchrt werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Sicher ist, dass sich die Tariflandschaft an Krankenh\u00e4usern durch das Urteil nachhaltig ver\u00e4ndern wird. So d\u00fcrfte ein Verdr\u00e4ngungskampf der Gewerkschaften drohen, der nur \u00fcber die Mitgliederzahl ausgefochten werden kann. Es ist nicht auszuschlie\u00dfen, dass der Marburger Bund sein Spartengesicht aufgibt und weitere Berufsgruppen (z.\u00a0B. Pflege) ins (Mitglieder-)Visier nimmt, selbst wenn damit die Aufgabe des Selbstverst\u00e4ndnisses droht. Das Ende von Spartengewerkschaften wie dem Marburger Bund ist durch das Urteil nicht besiegelt, die bisherige Position ist indes erheblich geschw\u00e4cht.<\/p>\n<p>Das wird f\u00fcr die Krankenhaus\u00e4rzte mittelfristig zum Problem werden, denn die in den vergangenen zehn Jahren erk\u00e4mpften Tarifrechte werden k\u00fcnftig nicht mehr so erfolgreich umgesetzt werden k\u00f6nnen.<\/p><\/blockquote>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von RA und FA MedR Dr. Tobias Scholl-Eickmann, Kanzlei am \u00c4rztehaus, Dortmund, www.kanzlei-am-aerztehaus.de Das umstrittene Tarifeinheitsgesetz ist weitgehend mit dem Grundgesetz (GG) vereinbar. 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August 2017","format":false,"excerpt":"von RA und FA f\u00fcr MedR Dr. Rainer Hellweg, Hannover Patienten haben nur dann einen verfassungsm\u00e4\u00dfigen Anspruch auf Leistungen au\u00dferhalb des Leistungskatalogs der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), wenn sie in einer durch nahe Lebensgefahr gepr\u00e4gten Notlage sind. Mit dieser Entscheidung hat das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) die Verfassungsbeschwerde einer Patientin abgelehnt und damit\u2026","rel":"","context":"In &quot;Recht&quot;","block_context":{"text":"Recht","link":"https:\/\/oberarzt-heute.de\/?cat=16"},"img":{"alt_text":"","src":"","width":0,"height":0},"classes":[]},{"id":9505,"url":"https:\/\/oberarzt-heute.de\/?p=9505","url_meta":{"origin":763,"position":4},"title":"BVerfG: Kein Arbeitsplatz f\u00fcr Rassisten","author":"Redaktion","date":"1. Dezember 2020","format":false,"excerpt":"Provoziert ein Arbeitnehmer einen dunkelh\u00e4utigen Kollegen mit nachgeahmten \u201eUgah, Ugah!\u201c-Affenlauten, muss er mit der fristlosen K\u00fcndigung rechnen. Solch ein Vorgehen ist nicht mehr vom Recht auf freie Meinungs\u00e4u\u00dferung gedeckt, entschied das Bundesverfassungsgericht. Die Verfassungsrichter billigten damit die au\u00dferordentliche K\u00fcndigung eines Betriebsratsmitglieds, das in der Vergangenheit vom Arbeitgeber bereits wegen der\u2026","rel":"","context":"In \"Arbeitsrecht\"","block_context":{"text":"Arbeitsrecht","link":"https:\/\/oberarzt-heute.de\/?tag=arbeitsrecht"},"img":{"alt_text":"","src":"","width":0,"height":0},"classes":[]},{"id":803,"url":"https:\/\/oberarzt-heute.de\/?p=803","url_meta":{"origin":763,"position":5},"title":"BVerfG: Medizinische Zwangsbehandlung ist nur unter engen Voraussetzungen m\u00f6glich","author":"Redaktion","date":"29. November 2017","format":false,"excerpt":"von RA Benedikt B\u00fcchling, Kanzlei am \u00c4rztehaus, Dortmund, www.kanzlei-am-aerztehaus.de Medizinische Zwangsbehandlungen m\u00fcssen von \u00c4rzten angeordnet werden. Gesetzliche Regelungen, die eine solche \u00e4rztliche Anordnung nicht ausdr\u00fccklich vorsehen, versto\u00dfen gegen das Grundgesetz (GG). Das hat das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) f\u00fcr \u00a7\u00a023 Abs. 2 S. 2 Psychischkrankengesetz des Landes Mecklenburg-Vorpommern (PsychKG M-V) festgestellt (Beschluss\u2026","rel":"","context":"In &quot;Recht&quot;","block_context":{"text":"Recht","link":"https:\/\/oberarzt-heute.de\/?cat=16"},"img":{"alt_text":"","src":"","width":0,"height":0},"classes":[]}],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/oberarzt-heute.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/763","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/oberarzt-heute.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/oberarzt-heute.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/oberarzt-heute.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/oberarzt-heute.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=763"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/oberarzt-heute.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/763\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/oberarzt-heute.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=763"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/oberarzt-heute.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=763"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/oberarzt-heute.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=763"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}