Oberarztvergütung im Fokus: Weniger Steigerung als im Ärzte-Durchschnitt

Die Grundvergütung der Oberärzte ist von 2018 auf 2019 um durchschnittlich 2,6 Prozent gestiegen, die der Chefärzte ebenfalls und die der Ärzte insgesamt um 3,2 Prozent. Das durchschnittliche Jahresgesamtgehalt der Oberärzte lag 2019 bei 136.000 € im Vergleich zu 133.000 € im Vorjahr. Diese Zahlen sind Ergebnisse des Kienbaum-Vergütungsreports „Ärzte, Führungskräfte und Spezialisten in Krankenhäusern 2019“, in den die Daten von 119 Krankenhäusern mit Vergütungsinformationen zu 615 nichtärztlichen Funktionen und zu 2.203 Ärzten eingeflossen sind. „Oberarztvergütung im Fokus: Weniger Steigerung als im Ärzte-Durchschnitt“ weiterlesen

Arzthaftung: Die Verjährung beginnt nicht schon, wenn die Behandlung keinen Erfolg hatte

Wendet der Arzt in einem Arzthaftungsprozess ein, dass der Patient aufgrund grober Fahrlässigkeit nicht erkannt hätte, dass ein Behandlungsfehler vorlag (§ 199 I Nr. 2 BGB), so ist zu Gunsten des Patienten zu berücksichtigen, dass dieser nicht ohne Weiteres aus einer Verletzungshandlung, die zu einem Schaden geführt hat, auf einen schuldhaften Behandlungsfehler zu schließen braucht. Der Einwand des Arztes, der Arzthaftungsanspruch sei verjährt, führt damit selten zum Erfolg. „Arzthaftung: Die Verjährung beginnt nicht schon, wenn die Behandlung keinen Erfolg hatte“ weiterlesen

Arztpraxis ohne Betten ist keine „Stimmklinik“

Die Bezeichnung „Deutsche Stimmklinik“ für eine Arztpraxis ohne Betten ist irreführend.

Verbraucher gehen bei der Verwendung des Begriffs „Klinik“ davon aus, dass es sich um ein Krankenhaus oder die Abteilung eines Krankenhauses mit Betten für eine stationäre Versorgung über Nacht handelt, so die Richter. Ein Kooperationsvertrag der Arztpraxis mit einem Krankenhaus genügt nicht.

LG Hamburg, 15.11.2019 – 315 O 472/18

Arzt darf sich auf Befundbericht eines Kollegen verlassen, wenn der nicht offensichtlich falsch oder unplausibel ist

Ein Arzt ist grundsätzlich nur für sein Fachgebiet verantwortlich, er darf also auf sorgfältiges Arbeiten des jeweils anderen Arztes in dessen Fachgebiet vertrauen. Solange also keine offensichtlichen Qualifikationsmängel oder Fehlleistungen erkennbar werden, darf der Arzt sich darauf verlassen, dass auch der Kollege des anderen Fachgebiets seine Aufgaben mit der gebotenen Sorgfalt erfüllt, ohne dass insoweit eine gegenseitige Überwachungspflicht besteht. Gewichtigen Zweifeln hingegen muss der Arzt nachgehen. „Arzt darf sich auf Befundbericht eines Kollegen verlassen, wenn der nicht offensichtlich falsch oder unplausibel ist“ weiterlesen

2020: Aktuelle Beitrags-Bemessungsgrenzen und mehr

Wer gesetzlich pflege- und krankenversichert ist, muss 2020 auf ein Jahreseinkommen bis zu 56.250 Euro Beiträge in die Sozialversicherung zahlen. Das entspricht monatlich 4.687,50 Euro. So steht es in der „Verordnung für die Sozialversicherungsrechengrößen 2020“.

Diese und weitere für die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung relevante Rechengrößen, Beitragssätze sowie Geld- und Sachleistungen gibt es auch als Übersicht zum Ausdrucken als PDF.