Immer mehr Krankenhausärzte resignieren

Immer mehr Krankenhausärzte resignieren vor überbordender Bürokratie, ökonomischem Druck und zunehmender Arbeitsverdichtung. Untersuchungen zeigen: Fast zwei Drittel der deutschen Klinikärzte erleben negativen Stress im Übermaß („Disstress“), ein Viertel hegt den Wunsch, aus der klinischen Tätigkeit auszusteigen.

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Qualitätsmängel: Jetzt sollen Konsequenzen möglich werden

Verstöße von Leistungserbringern gegen Qualitätsanforderungen haben bisher keine nennenswerten Konsequenzen. Es fehlen die rechtlichen Möglichkeiten und Instrumente, die Anforderungen auch mit Sanktionen durchsetzen zu können. Das wird sich mit der neuen Qualitätsförderungs- und Durchsetzungsrichtlinie des G-BA ändern, die voraussichtlich im April 2019 beschlossen wird.

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Digitalisierung: AOK hat kleine Kliniken im Visier

Für den AOK-Bundesverband ist die Digitalisierung in deutschen Kliniken nicht nur eine rein technische, sondern auch eine strukturelle Frage: „Wie schon bei der Versorgungsqualität zeigt sich auch beim digitalen Wandel, dass vor allem kleine Häuser nicht Schritt halten können“, konstatiert AOK-Vorstandsvorsitzender Martin Litsch

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Ärzteschaft im Wandel: In fünf Jahren sind mehr Frauen als Männer in der ambulanten Versorgung tätig

In fünf Jahren werden mehr Frauen als Männer in der ambulanten Patientenversorgung tätig sein. Das geht aus der Studie „Ärzte im Zukunftsmarkt Gesundheit 2018“ hervor, die den demographischen und strukturellen Wandel in diesem Bereich thematisiert.

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Mehr Diabetiker in Krankenhäusern als vermutet

Mehr Patienten in deutschen Krankenhäusern als bisher erfasst haben wohl Diabetes mellitus. Offizielle Statistiken in deutschen Krankenhäusern erfassen aufgrund methodischer Schwächen nicht das wirkliche Ausmaß der Erkrankung. Auch Diabetes als Todesursache wird offenbar weitestgehend unterschätzt.

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Krankenhäuser in Deutschland – ein paar Zahlen

  • Kosten: Im Jahr 2017 lagen die durchschnittlichen Ausgaben je männlichem Versicherten für den vollstationären Aufenthalt im Schnitt bei 802 Euro bei körperlichen und 90 Euro bei psychischen Erkrankungen. Bei weiblichen Versicherten fielen 771 und 102 Euro an. Der Krankenhausaufenthalt eines Patienten kostete im Schnitt 4.280 Euro bei körperlichen und 5.959 Euro bei psychischen Erkrankungen. Bei einer Patientin betrugen die Kosten im Schnitt 3.773 Euro bzw. 7.518 Euro.
  • Verweildauer: Seit dem Jahr 2006 bleiben die Patientinnen und Patienten immer kürzer im Krankenhaus. So sank die durchschnittliche Verweildauer von 8,5 Tagen auf 7,5 Tage im Jahr 2017. Das entspricht einer Abnahme von zwölf Prozent. Während die Verweildauer aufgrund körperlicher Erkrankungen sogar um 16 Prozent, und zwar von 7,5 Tagen auf 6,3 Tage zurückging, stieg sie bei den psychischen Erkrankungen von 22,2 auf 24,2 Tage an. Das entspricht einem Plus von 9,2 Prozent.
  • Diagnosen: Vor allem Depressionen waren im Jahr 2017 dafür verantwortlich, dass Patienten viele Tage stationär behandelt werden mussten. So machten depressive Störungen 4,9 Prozent aller Krankenhaustage aus und depressive Episoden 3,1 Prozent. Der Anteil aller Krankenhaustage aufgrund von Herzinsuffizienz lag bei 2,7 Prozent, durch Schizophrenie bei 2,5 Prozent und durch Hirninfarkte sowie psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol bei jeweils zwei Prozent.
  • Regionale Unterschiede: Während in Thüringen im Jahr 2017 nur 243 und im Saarland 242 von 1.000 Personen einen Krankenhausaufenthalt hatten, waren es in Hamburg nur 184 und in Baden-Württemberg 174. Große Unterschiede gab es auch bei den Kosten je Versicherten. Sie schwankten zwischen 672 Euro für körperliche und 95 Euro für psychische Erkrankungen in Baden-Württemberg und 919 Euro und 92 Euro in Thüringen.

Daten aus dem Barmer-Krankenhausreport 2018