Arzneimittelrezepte: Dosierung angeben!

Auf Rezepten mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln müssen Ärzte und Zahnärzte seit November 2020 die Dosierung angeben oder kennzeichnen, dass sie dem Patienten einen Medikationsplan oder eine schriftliche Dosierungsanweisung mitgegeben haben. Der Aufdruck erfolgt softwaregestützt. Aus Gründen der Arzneimitteltherapiesicherheit wird eine Dosierungsanweisung auch für nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel empfohlen. „Arzneimittelrezepte: Dosierung angeben!“ weiterlesen

„Nicht warten, bis wir am Limit sind!“ – Gemeinsamer Ruf nach Schutzschirm für belastete Kliniken

„Wir stoßen an unsere Belastungsgrenze!“, schallt es aus den Kliniken in Corona-Hot-Spots. Daher wird die Forderung immer lauter: Die Krankenhäuser in stark belasteten Regionen müssen unverzüglich von der Politik aufgefordert werden, plan- und verschiebbare stationäre Eingriffe je nach Belastungssituation zu reduzieren bzw. einzustellen. Nur dann ist es möglich, kurzfristig weiteres Personal für die Versorgung akut und kritisch erkrankter Patienten einzusetzen.

Ohne diese zusätzliche Unterstützung ist die Belastungsgrenze insbesondere auf vielen Intensivstationen schon bald überschritten, erklären gemeinsam der Marburger Bund sowie die Intensivmedizinischen Fachgesellschaften, die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), die Deutsche Gesellschaft für Anaesthesiologie und Intensivmedizin (DGAI), die Deutsche Gesellschaft für Interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin (DGINA) und die Deutsche Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN).

Derzeit seine die Budgetverantwortlichen in den Kliniken nicht bereit, verschiebbare Eingriffe zurückzustellen. Deswegen lautet die gemeinsame Forderung an die Politik:

  1. In allen Bundesländern mit hohem Infektionsgeschehen muss die Politik jetzt verordnen, dass aus medizinischer Sicht verschiebbare stationäre Eingriffe je nach Belastungssituation zu reduzieren bzw. zurückzustellen sind.
  2. Die dadurch entstehenden Erlösausfälle müssen gegenfinanziert werden. Die Krankenhäuser müssen in jedem Monat mindestens ein Zwölftel der Erlöse des Vorjahres erhalten, solange die regionale Inzidenz bei 100 Fällen pro 100.000 Einwohner/7 Tage liegt.

„Wir brauchen jetzt ein klares Signal der Politik, dass die enorme Belastung des Krankenhauspersonals gesehen wird und Konsequenzen daraus gezogen werden. Wenn wir jetzt nichts ändern können, wird bald in einigen Regionen Deutschlands die Versorgung aller Patienten nicht mehr sicherzustellen sein. Die Zeit drängt!“, mahnen Dr. med. Susanne Johna, 1. Vorsitzende des Marburger Bunds, DIVI-Präsident Prof. Dr. med. Uwe Janssens, DGAI-Präsident Prof. Dr. med. Rolf Rossaint, DGIIN-Präsident Prof. Dr. med. Stefan John und DGINA-Präsident Martin Pin.

TV-Ärzte Sana: Kurzfristig angeordnete Arbeit wird teurer

Neben einer Einmalzahlung und linearen Erhöhungen (3 % zum 1. Januar und 1 % zum 1. Juli 2021) sieht der Abschluss im Tarifvertrag Ärzte für die Sana-Kliniken Verbesserungen bei Bereitschaftsdiensten und Rufbereitschaft vor.


Erstmals haben die Tarifvertragsparteien auch ausdrücklich einen generellen Anspruch auf Zusatzurlaub für Bereitschaftsdienst vereinbart, der ab kommendem Jahr gilt. Ebenfalls ab kommendem Januar wird die Verbindlichkeit der Dienstplanung erhöht und kurzfristig angeordnete Arbeit deutlich teurer.

Die Einigung hat eine Laufzeit von 18 Monaten und steht einstweilen unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Tarifgremien

Regelbetrieb einstellen! DIVI fordert Notfallmodus für Kliniken in Ballungsgebieten. 

Die Forde­rung der Deut­schen Inter­dis­zi­pli­nären Verei­ni­gung für Intensiv-​ und Notfall­me­dizin (DIVI): „Die Kran­ken­häuser mit einem hohen Aufkommen an COVID-​19-Patienten müssen jetzt, umge­hend, aus dem Regel­be­trieb heraus­ge­nommen und auf Notbe­trieb umge­stellt werden!“ mahnt DIVI-​Präsident Prof. Uwe Jans­sens (Foto), stell­ver­tre­tend für Ärzte und Pfleger auf den Inten­siv­sta­tionen.
„Regelbetrieb einstellen! DIVI fordert Notfallmodus für Kliniken in Ballungsgebieten. “ weiterlesen