Behandlung verweigern, weil Sie sich mit dem Patienten nicht verständigen können?

von Philip Christmann, Fachanwalt für Medizinrecht, Berlin
http://www.christmann-law.de

Mangelnde Deutschkenntnisse der Patienten stellen ein erhebliches Problem dar, denn der Arzt ist verpflichtet, die Aufklärung für den Patienten verständlich zu gestalten (§ 630e Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 BGB); er trägt für eine erfolgreiche Aufklärung die Beweislast (vgl. auch KG Berlin, Urt. v. 8.5.2008 – 20 U 202/06). Insofern stellt sich für den Arzt die Frage, ob er für einen Dolmetscher sorgen muss oder ob er auch berechtigt (oder sogar verpflichtet) ist, einen Patienten zurückzuweisen, wenn er sich mit diesem nicht verständigen kann. „Behandlung verweigern, weil Sie sich mit dem Patienten nicht verständigen können?“ weiterlesen

38 % der vollstationären Krankenhauspatienten wurden im Jahr 2016 operiert

Bei 38 Prozent (7,1 Mio.) der knapp 19,0 Mio. stationär in allgemeinen Krankenhäusern behandelten Patientinnen und Patienten wurde im Jahr 2016 eine Operation durchgeführt. Gegenüber dem Vorjahr hat sich der Anteil nicht verändert. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, war gut die Hälfte der Behandelten, die sich 2016 während ihres Krankenhausaufenthalts einem chirurgischen Eingriff unterziehen mussten, 60 Jahre und älter.  „38 % der vollstationären Krankenhauspatienten wurden im Jahr 2016 operiert“ weiterlesen

Mit Schmerzmanagement die Qualität stationärer Behandlung erhöhen

von Bernd Hein, Fachjournalist Gesundheitswesen, Buch am Buchrain

 Ein standardisiertes Schmerzmanagement, das alle Patienten in angemessen abgestufter Intensität umfasst, ist geeignet, die Qualität stationärer Behandlung in allen medizinischen Disziplinen zu erhöhen. Der dafür erforderliche organisatorische Aufwand lohnt sich in jedem Fall. „Mit Schmerzmanagement die Qualität stationärer Behandlung erhöhen“ weiterlesen

Nach nur 15 Jahren: Sana Klinik Eutin muss wohl neu gebaut werden

Die Sana Klinik Eutin ist nach Wasserschäden durch Rohrbrücke so stark beschädigt, dass die Klinikleitung nun einen Neubau in Betracht zieht. Das Land Schleswig-Holstein hat bereits seine Unterstützung angekündigt. Die Klinikleitung ist nun auf der Suche nach einem Baugrundstück. Das ehemals kommunale Klinikum wurde erst im Jahr 2002 eröffnet. Da die Gewährleistungsfrist für Baumängel mittlerweile verstrichen ist, kann dieser nicht mehr belangt werden.

Referenten- und Beratertätigkeit: Prüfen Sie Ihre Kooperationsvereinbarungen!

von RA und FA für MedR Christian Heß, Hess Anwälte, Köln, www.hess-anwaelte.de

 Das Antikorruptionsgesetz ist Anlass für jeden Oberarzt, neben dem Dienstvertrag abgeschlossene Kooperationsverträge sorgfältig zu überprüfen. Strafrechtlich relevante Vorteile können in diesem Zusammenhang auch Berater- und Referentenhonorare sowie die Erstattung von Fortbildungskosten sein. OH fasst die Indizien für strafrechtlich relevante Vorteile zusammen und zeigt auf, wie Sie sich als Referent oder Berater rechtssicher verhalten.  „Referenten- und Beratertätigkeit: Prüfen Sie Ihre Kooperationsvereinbarungen!“ weiterlesen

Vorsicht bei Patientenfotos etc. im Vortrag, bei Publikationen oder auf der Klinikhomepage

von RAin, FAin für MedR Rosemarie Sailer, LL.M., Wienke & Becker – Köln, www.kanzlei-wbk.de

Bei medizinisch-wissenschaftlichen Vorträgen, ärztlichen Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen, in Fachzeitschriften und in der medizinischen Forschung werden regelmäßig Abbildungen von Patienten zur Veranschaulichung von Krankheitsbildern, Behandlungsverfahren oder intraoperativen Situationen verwendet. Dabei sollte man sich jedoch darüber im Klaren sein, dass die Rechte der abgebildeten Persönlichkeiten und derjenigen, die die Abbildungen (Fotos, Röntgenbilder etc.) hergestellt haben, nicht verletzt werden dürfen. OH erläutert, was Sie beachten müssen. „Vorsicht bei Patientenfotos etc. im Vortrag, bei Publikationen oder auf der Klinikhomepage“ weiterlesen