Das leidige Thema Behandlungsdokumentation -Teil 2: Damoklesschwert „Beweislastumkehr“

von Rainer Hellweg, Fachanwalt für Medizinrecht, armedis Rechtsanwälte, Hannover, www.armedis.de

In Arzthaftungsprozessen ist die ärztliche Dokumentation häufig entscheidend. Der Oberarzt kann hier schnell in die Schusslinie geraten, wenn er zum Beispiel für die Abrechnung verantwortlich ist. Dieser zweite und letzte Teil der Beitragsserie erläutert, in welchen Fällen die Beweislastumkehr bei nicht dokumentierter Befunderhebung für den Oberarzt zum Damoklesschwert werden kann.  „Das leidige Thema Behandlungsdokumentation -Teil 2: Damoklesschwert „Beweislastumkehr““ weiterlesen

Wann muss der Oberarzt einem nicht erschienenen Patienten „hinterhertelefonieren“?

von Rechtsanwältin Henriette Nehse, armedis Rechtsanwälte, Hannover, www.armedis.de

Immer wieder kommt es vor, dass sich Patienten nicht wieder melden oder nicht erscheinen – obwohl zum Beispiel ein Termin zur Nachkontrolle vereinbart wurde oder ein Laborbefund noch aussteht. In welchen Fällen muss der Oberarzt initiativ mit dem Patienten Kontakt aufnehmen? Und was ist zu tun, wenn der Patient beim Telefonanruf nicht erreichbar ist?  „Wann muss der Oberarzt einem nicht erschienenen Patienten „hinterhertelefonieren“?“ weiterlesen

Neues Sterbehilfe-Gesetz: Was muss der Oberarzt hierzu jetzt wissen?

von Rainer Hellweg, Fachanwalt für Medizinrecht, armedis Rechtsanwälte, Hannover, www.armedis.de

Geschäftsmäßige Sterbehilfe ist in Deutschland künftig verboten. Am 6. November 2015 ist ein entsprechender Gesetzentwurf im Bundestag verabschiedet worden. Die zugrunde liegende Rechtslage, in welchen Fällen Sterbehilfe erlaubt ist und wann nicht, hat sich zwar nicht verändert – trotzdem gibt es einiges, was der Oberarzt zu dem Thema jetzt wissen sollte. „Neues Sterbehilfe-Gesetz: Was muss der Oberarzt hierzu jetzt wissen?“ weiterlesen

Urteil: Gynäkologe haftet nur für Diagnosefehler, nicht aber für Diagnoseirrtum

von Rechtsanwältin Henriette Nehse, armedis Rechtsanwälte, Hannover

| Zieht der Arzt aus vollständig erhobenen Befunden einen falschen Schluss, so unterliegt er einem Diagnoseirrtum. Hierfür muss er nicht haften – im Gegensatz zu einem Diagnosefehler. Dies stellte das Oberlandesgericht (OLG) Hamm in seinem Urteil vom 29. Mai 2015 klar (Az. 26 U 2/13, Abruf-Nr. 145442 ). Geklagt hatte eine Patientin. Sie war Mutter geworden, obwohl der Gynäkologe ihr eine Spirale eingesetzt hatte. | „Urteil: Gynäkologe haftet nur für Diagnosefehler, nicht aber für Diagnoseirrtum“ weiterlesen