Der Weg zum demenzfreundlichen Krankenhaus

von Dr. med. Marianne Schoppmeyer, Ärztin und Medizinjournalistin, Nordhorn, www.medizinundtext.de

An einer Demenz leiden in Deutschland etwa 1,4 Millionen Menschen – mit steigender Tendenz. Experten rechnen für das Jahr 2030 mit 2,5 Millionen Betroffenen. Diese Zahlen stellen Kliniken schon jetzt vor enorme Herausforderungen. Dieser Beitrag zeigt, wie mit dieser sich rasant verschärfenden Situation im Interesse der Patienten und aller an der Therapie und Pflege Beteiligten umgegangen werden kann. „Der Weg zum demenzfreundlichen Krankenhaus“ weiterlesen

Aufklärungsgespräch mit Flüchtlingen: Gericht stellt hohe Anforderungen an Klinikärzte

von Dr. Rainer Hellweg, Fachanwalt für Medizinrecht, armedis Rechtsanwälte, Hannover, www.armedis.de

Die jetzt veröffentlichten Entscheidungsgründe eines Urteils des Oberlandesgerichts (OLG) Köln vom 09.12.2015 zeigen: Der Klinikarzt muss eine Reihe von Punkten für eine rechtssichere Aufklärung beachten, wenn Familienangehörige oder andere nicht-professionelle Übersetzer am Werk sind (Az. 5 U 184/14, Abruf-Nr. 188951 ). Die Grundsätze der Entscheidung sollte der Oberarzt nicht nur bei der Behandlung von Flüchtlingen, sondern generell beim Umgang mit nicht Deutsch sprechenden Patienten beherzigen.  „Aufklärungsgespräch mit Flüchtlingen: Gericht stellt hohe Anforderungen an Klinikärzte“ weiterlesen

Hätten Sie‘s gewusst? – Arzt muss Komplikationen bei Piercing-Patienten der Krankenkasse melden

von Rosemarie Sailer, LL.M., Fachanwältin für Medizinrecht, Wienke & Becker – Köln, www.kanzlei-wbk.de

Wer einen gewissen Körperkult pflegt und seine Haut mit Metall verziert sehen will, kann diesem Bedürfnis beinahe an jeder Straßenecke nachgehen. Piercing-Studios bieten an, Zunge, Ohrläppchen oder andere Körperteile durchzustechen und zu „verschönern“. Daneben gibt es auch das Branding (Verbrennungen), das Spalten der Zunge oder das Einbringen von Implantaten unter die Haut. Was muss der Arzt eigentlich beachten, wenn sich aufgrund solcher „Behandlungen“ Komplikationen einstellen und sich ihm ein Piercing-Patient zur Behandlung vorstellt?  „Hätten Sie‘s gewusst? – Arzt muss Komplikationen bei Piercing-Patienten der Krankenkasse melden“ weiterlesen

Elf Stunden statt fünf Stunden operiert: Patient erhält 50.000 Euro Schmerzensgeld

von Dr. Rainer Hellweg, Fachanwalt für Medizinrecht, armedis Rechtsanwälte, Hannover, www.armedis.de

Wegen einer überlangen OP-Dauer von elf Stunden bei einer Wirbelsäulenversteifung sprach das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt/M. einem Patienten ein Schmerzensgeld von 50.000 Euro zu ( Urteil vom 03.05.2016, Az. 8 U 224/12, Abruf-Nr. 188952 ). Abgesehen von der langen Dauer wurde die Operation fachgerecht durchgeführt. Weder Zeugen noch das OP-Protokoll konnte erklären, warum die regulär etwa fünfstündige Operation so lange dauerte. Der beleibte Patient erlitt wegen der langen Lagerung eine Nervenläsion und muss daher dauerhaft Opiate einnehmen.  „Elf Stunden statt fünf Stunden operiert: Patient erhält 50.000 Euro Schmerzensgeld“ weiterlesen

Patient wusste nicht, dass Oberarzt anstelle des Wahlarztes behandelt: Schadenersatz möglich!

von Rechtsanwältin Henriette Nehse, armedis Rechtsanwälte, Hannover

Wenn eine Behandlung durch den Chefarzt vereinbart wurde, darf der Patient nicht einfach von einem anderen Arzt operiert werden – vorliegend wurde ein Oberarzt tätig. Ansonsten kann der Patient Schadenersatz und Schmerzensgeld verlangen, selbst wenn der Eingriff vollkommen kunstgerecht durchgeführt worden ist. Dies hat der Bundesgerichtshof (BGH) in seinem gerade veröffentlichten Urteil vom 19.07.2016 (Az. VI ZR 75/15) entschieden. Dieses Urteil ist für Oberärzte deshalb relevant, da sie rasch ins haftungsrechtliche „Fadenkreuz“ geraten können.  „Patient wusste nicht, dass Oberarzt anstelle des Wahlarztes behandelt: Schadenersatz möglich!“ weiterlesen

Der Oberarzt als ständiger ärztlicher Vertreter des Wahlarztes: Typische Fehler erkennen!

von Dr. Tilman Clausen, Fachanwalt für Arbeitsrecht und für Medizinrecht, armedis Rechtsanwälte Hannover, www.armedis.de

Die inzwischen rechtskräftig gewordene Entscheidung des Landgerichts (LG) Stuttgart vom 04.05.2016 hat in vielen Krankenhäusern für Unruhe gesorgt (Az. 13 S 123/15). Das Urteil besagt, dass Wahlleistungsvereinbarungen u. a. exakt den Wortlaut von § 17 Abs. 3 S. 1 Krankenhausentgeltgesetz wiedergeben müssen. Tun Sie das nicht – was häufig der Fall ist – sind Sie ungültig! Das Urteil betrifft viele Oberärzte, die anstelle des Chefarztes als dessen ständiger ärztlicher Vertreter Privatpatienten behandeln. Oberärzte sollten daher die Folgen der Entscheidung kennen. „Der Oberarzt als ständiger ärztlicher Vertreter des Wahlarztes: Typische Fehler erkennen!“ weiterlesen

Auf der Karriereleiter: Fallstricke im Chefarzt-Vertrag und Hinweise zum Oberarzt-Vertrag

von Rosemarie Sailer, LL.M., Fachanwältin für Medizinrecht, Wienke & Becker – Köln, www.kanzlei-wbk.de

Wer Chef(arzt) werden will, sollte sich gut vorbereiten. Das gilt auch für die Vertragsverhandlungen. Denn eine unscheinbare Formulierung kann weitreichende Auswirkungen haben und zu großen Haftungsrisiken oder enormen Honorareinbußen führen. Oder wissen Sie wirklich, worin die Unterschiede bestehen, wenn im Vertrag „nach Anhörung“, „im Benehmen“ oder „im Einvernehmen“ steht? Der Beitrag zeigt die Fallstricke von Chefarzt-Verträgen, die Bewerbern um die Chefarzt-Position vorgelegt werden. Er gibt zudem Hinweise, die auch für aktuelle Oberarzt-Verträge gelten. „Auf der Karriereleiter: Fallstricke im Chefarzt-Vertrag und Hinweise zum Oberarzt-Vertrag“ weiterlesen

Sie arbeiten viel, ohne dass es jemand merkt? – So schärfen Sie Ihr Profil als Oberarzt!

von Diplom-Pädagoge Werner Fleischer, Beratung – Coaching – Moderation, www.ihrcoach.com

Im Klinikalltag wird das Potenzial von Oberärzten sehr häufig übersehen. Sie machen in der täglichen Routine auf Station und im OP hervorragende Medizin und sorgen dafür, dass alles reibungslos läuft. Doch ihr darüber hinausgehendes Engagement und ihr Entwicklungspotenzial bleiben in einigen Krankenhäusern unerkannt. Höchste Zeit also, das eigene Profil zu schärfen und gegenüber dem Chefarzt und der Klinikleitung Werbung in eigener Sache zu machen – vor allem dann, wenn Sie später als leitender Oberarzt oder sogar als Chefarzt weitere Führungsverantwortung übernehmen möchten. „Sie arbeiten viel, ohne dass es jemand merkt? – So schärfen Sie Ihr Profil als Oberarzt!“ weiterlesen

Off-Label-Use und NUB: Was Sie als Oberarzt hierzu wissen sollten

von Dr. Rainer Hellweg, Fachanwalt für Medizinrecht, armedis Rechtsanwälte, Hannover, www.armedis.de

Sowohl zum Thema Off-Label-Use als auch zur Frage der NUB – diese Abkürzung steht für „Neue Untersuchungs- und Behandlungsmethoden“ – sollte der Oberarzt die aktuelle Rechtsprechung kennen. Denn bei der stationären Behandlung von Kassenpatienten ist besonderes Augenmerk geboten – sonst drohen Vergütungsstreitigkeiten mit den Krankenkassen.  „Off-Label-Use und NUB: Was Sie als Oberarzt hierzu wissen sollten“ weiterlesen