Zukunftstrend: Inzwischen mehr als 40.000 angestellte Ärztinnen und Ärzte im ambulanten Bereich

In der ambulanten vertragsärztlichen Versorgung findet ein weitreichender Strukturwandel statt: Die Anzahl der in eigener Praxis niedergelassenen Vertragsärztinnen und Vertragsärzte geht kontinuierlich zurück, während der Anteil angestellter Ärztinnen und Ärzte in Einzelpraxen, Berufsausübungsgemeinschaften und Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) weiter ansteigt.

Das geht aus den aktuellen Zahlen des Bundesarztregisters der Kassenärztlichen Bundesvereinigung hervor. Inzwischen haben bereits rund 29 Prozent der Ärztinnen und Ärzte in der ambulanten vertragsärztlichen Versorgung einen Angestelltenstatus. Der Marburger Bund macht sich deshalb dafür stark, dass die wachsende Gruppe der Angestellten auch in den Gremien der Selbstverwaltung mehr Mitsprache erhält.

Ende vergangenen Jahres waren noch 100.933 Vertragsärztinnen und Vertragsärzte zugelassen. Das sind 1,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Im Fünfjahresvergleich (2015 bis 2020) beträgt der Rückgang 7 Prozent. Die Nachwuchsprobleme bei den Niedergelassenen sind auch an der Altersentwicklung erkennbar: Das Durchschnittsalter der zugelassenen Vertragsärzte beträgt 55,9 Jahre.

Bei der Anzahl der ambulant angestellten Ärztinnen und Ärzten ist ein gegenläufiger Trend zu beobachten: Waren im Jahr 2019 noch 37.395 angestellte Ärztinnen und Ärzte in Vertragsarztpraxen und MVZ beschäftigt, so sind es nunmehr 40.311 (+ 7,8%), davon 20.966 in MVZ und Polikliniken sowie 19.345 in Einzelpraxen und Berufsausübungsgemeinschaften. Gegenüber dem Jahr 2015 stieg die Anzahl der Angestellten um 14.220 Ärztinnen und Ärzte – ein Plus von 55 Prozent. Neben den angestellten arbeiten auch 9.027 ermächtigte Ärztinnen und Ärzte in der vertragsärztlichen Versorgung mit.

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