Bettenabbau vorerst gestoppt: Das Saarland soll 300 Betten mehr bekommen

Der jahrzehntelange Bettenabbau in Saar-Kliniken wird offenbar gestoppt. Ein Gutachten kommt zu dem Schluss, dass mehr Betten benötigt werden. Unter anderem plädieren die Gutachter, die Bettenzahl von rund 6.000 um gut 300 aufzustocken.

Grund ist der erwartete Anstieg der Zahl der Behandlungsfälle. Für den vollstationären Bereich gehen die Gutachter von einem Plus von 2,7 Prozent, für den teilstationären Bereich von 2,9 Prozent aus. Den größten Anstieg erwarten die Gutachter bei der Geriatrie (+13,8 Prozent), der Diabetologie (+7,6 Prozent), der Onkologie (+6 Prozent) und der Kardiologie (+5,9 Prozent). Rückgänge sagen sie für die Gynäkologie/Geburtshilfe (-5,5 Prozent) und die HNO-Heilkunde (-4,4 Prozent) voraus.

Von den aktuell 20 Kliniken im Saarland, die zur Teilnahme an der Basisnotfallversorgung zugelassen sind, würden nur noch fünf Standorte den neuen Anforderungen des Gemeinsamen Bundesausschusses genügen.

Das Gutachten steht online unter: www.krankenhausgutachten.saarland.de