Tariflich beschäftigte Oberärzte sollten arbeitsvertragliche Ansprüche rechtzeitig einklagen

von Rechtsanwalt Benedikt Büchling, Kanzlei am Ärztehaus, Dortmund, www.kanzlei-am-aerztehaus.de

Oberärzte sollten Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis rechtzeitig geltend machen. Dies macht ein Urteil des Bundesarbeitsgerichts vom 16. März 2016 deutlich (Az. 4 AZR 421/15): Danach reicht es nicht aus, die Klage rechtzeitig bei Gericht einzureichen, vielmehr muss sie – falls eine sog. Ausschlussfrist gilt – innerhalb dieser Frist auch dem Klagegegner zugestellt sein. Dies ist im Falle klagender Oberärzte in der Regel der Klinikträger. Die Entscheidung hat für alle tariflich sowie nach AVR-Diakonie bzw. AVR-Caritas beschäftigten Oberärzte Bedeutung.  „Tariflich beschäftigte Oberärzte sollten arbeitsvertragliche Ansprüche rechtzeitig einklagen“ weiterlesen

Zwischen Baum und Borke: Wenn der Oberarzt für die Personaleinteilung verantwortlich ist

Sie sind als Oberarzt für die Personaleinteilung mitverantwortlich? Dann befinden Sie sich zwischen Baum und Borke. Ihr Chef will, dass die Abteilung läuft. Die Klinikverwaltung hält die Personaldecke dünn, denn Personal ist teuer. Die Assistenzärzte erwarten, nicht verheizt zu werden und ihre Facharztausbildung zügig abschließen zu können. Für die Patienten muss stets Facharztstandard gewährleistet werden. Und schließlich müssen Sie darauf achten, gesetzliche Auflagen wie etwa beim Arbeitsschutz oder beim Mutterschutz einzuhalten. Wie also gelingt die Quadratur des Kreises?  „Zwischen Baum und Borke: Wenn der Oberarzt für die Personaleinteilung verantwortlich ist“ weiterlesen

Generation Y: Warum Sie jungen Assistenzärzten nicht mit starren Hierarchien kommen können

von Diplom-Pädagoge Werner Fleischer, Beratung – Coaching – Moderation, www.ihrcoach.com

Derzeit erobert die sogenannte Y-Generation den Arbeitsmarkt – das sind die zwischen 1985 und 2000 Geborenen. Ihre Ansprüche an die Berufswelt scheinen mit der Realität in den Kliniken kaum vereinbar zu sein. Strenge hierarchische Strukturen, eine immer noch schlechte Vereinbarkeit von Beruf und Familie und hohe Arbeitsbelastung – das ist nicht das, was sich die gut ausgebildeten „Ypsiloner“ als Perspektive vorstellen. Doch Kliniken müssen es schaffen, auch für den Ärzte-Nachwuchs der Y-Generation ein attraktiver Arbeitgeber zu sein. Wie kann dies gelingen?  „Generation Y: Warum Sie jungen Assistenzärzten nicht mit starren Hierarchien kommen können“ weiterlesen

Eine Berufshaftpflichtversicherung der Klinik ist kein steuerpflichtiger Arbeitslohn des Arztes

von Steuerberaterin Janine Peine, Wolfenbüttel, www.schmidt-kosanke.de

Die eigene Berufshaftpflichtversicherung eines Krankenhauses ist kein steuerpflichtiger Arbeitslohn für ihre angestellten Ärzte. Dies hat der Bundesfinanzhof (BFH), das höchste deutsche Finanzgericht, in einem Urteil vom 19. November 2015 entschieden (Az. VI R 47/14). „Eine Berufshaftpflichtversicherung der Klinik ist kein steuerpflichtiger Arbeitslohn des Arztes“ weiterlesen

Für Oberärzte wichtig: Bundessozialgericht lehnt Vergütung für alkoholkranken Patienten ab

von Rainer Hellweg, Fachanwalt für Medizinrecht, armedis Rechtsanwälte, Hannover, www.armedis.de

Die jetzt veröffentlichten Entscheidungsgründe zum Urteil des Bundessozialgerichts (BSG) vom 17. November 2015 zeigen, wie restriktiv Gerichte den Anspruch auf Krankenhausvergütung sehen, wenn hierbei Fragen der Verweildauer betroffen sind (Az. B 1 KR 20/15 R, Abruf-Nr. 146482 ). Dem Krankenhausträger steht der Vergütungsanspruch gegen die Krankenkasse nur dann zu, wenn eine stationäre Behandlung aus rein medizinischen Gründen erforderlich war. Was bedeutet dieses Urteil für Kliniken – und warum sollten es Oberärzte kennen? „Für Oberärzte wichtig: Bundessozialgericht lehnt Vergütung für alkoholkranken Patienten ab“ weiterlesen

Arzt muss OP-Bericht zeitnah erstellen – selbst wenn Klinik hierfür schlechte Vorkehrungen trifft

von Rechtsanwalt Benedikt Büchling, Kanzlei am Ärztehaus, Dortmund, www.kanzlei-am-aerztehaus.de

Ein Arzt muss im Blick haben, welche Maßnahmen er zu dokumentieren hat – und dann auch tätig werden. Das gilt selbst dann, wenn die Klinik wegen organisatorischer Mängel kaum Vorkehrungen trifft, damit ihre Ärzte ordnungsgemäß dokumentieren können. Das schrieb das Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster mit Urteil vom 25. November 2015 einem Arzt ins Stammbuch, der sich nach seiner Kündigung weigerte, mehrere OP-Dokumentationen nachzuholen (Az. 6t A 2679/13.).  „Arzt muss OP-Bericht zeitnah erstellen – selbst wenn Klinik hierfür schlechte Vorkehrungen trifft“ weiterlesen

Arzt darf bei Information an Behörde über fahruntüchtigen Patienten nicht zu viel preisgeben

von Sascha Lübbersmann, Fachanwalt für Strafrecht, Kanzlei Ammermann Knoche Boesing, Münster, www.kanzlei-akb.de

Ein Arzt darf zwar seine Verschwiegenheitspflicht brechen, um die Behörde über einen uneinsichtigen Patienten zu informieren, der trotz zweifelhafter Fahrtüchtigkeit am Straßenverkehr teilnehmen will. Hierfür muss er seine Information jedoch auf das Notwendige beschränken. Übersendet er z. B. den vollständigen Entlassungsbericht, obwohl dies für die Behördenentscheidung nicht nötig ist, macht er sich strafbar (Beschluss des OLG Düsseldorf vom 2.2.2016, Az. III-2 Ws 101/15 ). „Arzt darf bei Information an Behörde über fahruntüchtigen Patienten nicht zu viel preisgeben“ weiterlesen

Wann muss der Arzt den Patienten über Behandlungsalternativen aufklären?

von Rechtsanwältin Henriette Nehse, armedis Rechtsanwälte, Hannover, www.armedis.de

Sowohl in den operativen als auch in den nichtoperativen Fachgebieten gibt es häufig mehrere Behandlungswege, die medizinisch vertretbar sind. Doch in welchen Fällen muss der Patient über Behandlungsalternativen aufgeklärt werden? Ist die Aufklärung nötig, wenn die alternative Behandlungsform in der Klinik gar nicht angeboten wird? Muss der Patient auf die bessere apparative Ausstattung einer anderen Klinik hingewiesen werden? Dieser Beitrag gibt Antworten und erläutert aktuelle Urteile zum Thema. „Wann muss der Arzt den Patienten über Behandlungsalternativen aufklären?“ weiterlesen

Sprachbarriere im Aufklärungsgespräch – im Zweifel Dolmetscher hinzubestellen

von Rainer Hellweg, Fachanwalt für Medizinrecht, armedis Rechtsanwälte, Hannover, www.armedis.de

Sprechen Sie dari oder arabisch? Nein? Dann könnten Sie Probleme bei der Aufklärung afghanischer oder syrischer Flüchtlinge bekommen. Denn in Zeiten der aktuellen Flüchtlingszahlen haben es die Klinikärzte immer öfter mit Patienten zu tun, die kein Deutsch sprechen. Besteht eine Sprachbarriere im Aufklärungsgespräch, wirft dies nicht nur praktische Probleme auf – es bestehen auch haftungsrechtliche Risiken! Der Oberarzt sollte daher wissen, wie man sich in dieser Situation richtig verhält. „Sprachbarriere im Aufklärungsgespräch – im Zweifel Dolmetscher hinzubestellen“ weiterlesen

Führen über das Gespräch – so gelingt es

von Diplom-Pädagoge Werner Fleischer, Beratung – Coaching – Moderation, www.ihrcoach.com

Führen bedeutet, Einfluss auf das Verhalten von Menschen zu nehmen, ihnen den Sinn ihrer Aufgabe aufzuzeigen, ihnen mittels Zielen eine Richtung zu weisen und sie entsprechend ihren Voraussetzungen und Aufgaben zu entwickeln. Das einzige Mittel, das Oberärzten dafür zur Verfügung steht, ist Kommunikation. Wie gelingt es dem Oberarzt, mithilfe einer wirkungsvollen Gesprächskultur in seinem Bereich zu führen? „Führen über das Gespräch – so gelingt es“ weiterlesen