Oberarzt beleidigt eine Assistenzärztin: Mit welchen Folgen muss er rechnen?

von Dr. Tilman Clausen, Fachanwalt für Arbeitsrecht und für Medizinrecht,armedis Rechtsanwälte Hannover, www.armedis.de

Im stressigen Alltag der ärztlichen Tätigkeit kann auch der Oberarzt einmal die Nerven verlieren. Dann wechselt ein Wort rasch das andere. Am Ende steht im schlimmsten Fall sogar der Vorwurf der Beleidigung im Raum und die Angst des Oberarztes vor Konsequenzen. Welche Maßnahmen können bzw. müssen Klinikleitung und Chefarzt veranlassen, wenn sich z. B. ein Oberarzt und eine Krankenschwester „daneben benehmen“?  „Oberarzt beleidigt eine Assistenzärztin: Mit welchen Folgen muss er rechnen?“ weiterlesen

ElterngeldPlus: Neue Rechte und mehr Familienzeit für den Oberarzt?

von Rechtsanwalt Karsten Kienitz, CURACON Weidlich Rechtsanwaltsgesellschaft, Münster, www.curacon-recht.de

Seit einem Jahr ist es mit „ElterngeldPlus“ auch dem Oberarzt leicht möglich, seine Arbeitszeit flexibler zu gestalten, nachdem er Vater geworden ist. Zudem kann er die Bezugszeit des Elterngeldes verdoppeln. Vielen Oberärzten ist ElterngeldPlus aber unbekannt. Dabei ist es gerade für sie wegen der Arbeitsbelastung attraktiv, eine Familien-Auszeit zu nehmen. „ElterngeldPlus: Neue Rechte und mehr Familienzeit für den Oberarzt?“ weiterlesen

Reform des Mutterschutzes: Neue Perspektiven für schwangere Klinik-Ärztinnen?

von Dr. Tobias Scholl-Eickmann und Dr. Christina Thissen, beide Fachanwalt für Medizinrecht bei der Kanzlei am Ärztehaus, kanzlei-am-aerztehaus.de

Die medizinischen Berufe betrifft das Thema Mutterschutz in besonderem Maße. In vielen Kliniken werden (prophylaktisch) Beschäftigungsverbote ausgesprochen, sobald eine Mitarbeiterin ihre Schwangerschaft anzeigt. Vielen Schwangeren ist dieser pauschalierte Ausschluss vom Arbeitsleben aber ein Dorn im Auge. Gerade die Ärzteschaft forderte daher immer lauter eine Reform des Mutterschutzes. Jetzt liegt ein Gesetzentwurf zur Neuregelung des Mutterschutzrechts vor. Dürfen Ärztinnen in Krankenhäusern mit wesentlichen Änderungen rechnen? „Reform des Mutterschutzes: Neue Perspektiven für schwangere Klinik-Ärztinnen?“ weiterlesen

Brustvergrößerung: Krankenkasse zahlt Angleichung nur bei entstellender Wirkung

 Das Sozialgericht (SG) Darmstadt hat entschieden: Hat eine Versicherte die entstellende Wirkung verschieden großer Brüste bewusst herbeigeführt, so muss die Krankenkasse die Angleichung der Brüste nicht vollständig zahlen. Vielmehr darf sie auch die Versicherte an den Kosten beteiligen (Urteil vom 31.5.2016, Az. S 13 KR 293/14).  „Brustvergrößerung: Krankenkasse zahlt Angleichung nur bei entstellender Wirkung“ weiterlesen

Haftungsurteil zur Aufklärungspflicht bei unterschiedlichen Behandlungsmöglichkeiten

von Dr. Rainer Hellweg, Fachanwalt für Medizinrecht, armedis Rechtsanwälte, Hannover, www.armedis.de

Gibt es verschiedene Operationstechniken, deren Chancen und Risiken aber nahezu identisch sind, muss der Patient hierüber nicht initiativ aufgeklärt werden. Dies hat das Oberlandesgericht (OLG) Koblenz mit Urteil vom 22. Juli 2015 entschieden (Az. 5 U 758/14, Abruf-Nr. 186671 ). Doch müssen Patienten vom Klinikarzt ungefragt über sonstige Behandlungsalternativen aufgeklärt werden?  „Haftungsurteil zur Aufklärungspflicht bei unterschiedlichen Behandlungsmöglichkeiten“ weiterlesen

Vorsicht bei Gesprächen mit Tennisfreunden und mit ärztlichen Kollegen!

Die ärztliche Schweigepflicht dürfte diejenige Rechtsvorschrift sein, die in Krankenhäusern am häufigsten gebrochen wird – oftmals unbewusst. Ärzte sind hier in besonderer Verantwortung. Dies zeigt der nachfolgende Beispielfall, der typisch für einen Bruch der Schweigepflicht ist. „Vorsicht bei Gesprächen mit Tennisfreunden und mit ärztlichen Kollegen!“ weiterlesen

Kann ein Patient mit starken Schmerzen noch rechtswirksam aufgeklärt werden?

Wer als Patient stationär in einer Klinik aufgenommen wird, hat häufig Schmerzen. Einer rechtlichen Wirksamkeit des Aufklärungsgesprächs steht dies im Regelfall nicht entgegen. Doch ab welchem Schmerzgrad wird es kritisch, sodass die Aufklärung unwirksam sein könnte? Der Oberarzt sollte drei Szenarien kennen, um rechtssicher handeln zu können.  „Kann ein Patient mit starken Schmerzen noch rechtswirksam aufgeklärt werden?“ weiterlesen

Behandlungsfehler durch Unterlassen? -Medizinischer Standard ist entscheidend

von Rechtsanwalt Tim Hesse, Kanzlei am Ärztehaus, Dortmund, www.kanzlei-am-aerztehaus.de

Wer als Arzt eine Maßnahme unterlässt, die „zwingend“ geboten ist, begeht einen Behandlungsfehler. Ein solcher liegt aber bereits dann vor, wenn die unterbliebene Maßnahme im Behandlungszeitpunkt dem aktuellen medizinischen Standard zuwiderläuft. Dies hat der Bundesgerichtshof (BGH) mit seinem Beschluss vom 22. Dezember 2015 in letzter Instanz entschieden (Az. VI ZR 67/15 ).  „Behandlungsfehler durch Unterlassen? -Medizinischer Standard ist entscheidend“ weiterlesen