Anspruch des Patienten auf zweite Meinung: Was kommt da auf Klinikärzte zu?

Kardiologen und Orthopäden/Unfallchirurgen aufgepasst: Seit Juli 2015 haben Patienten den Anspruch, eine zweite Meinung einzuholen, bevor operiert wird! Dabei geht es um Gebiete, bei denen die Gefahr der medizinisch nicht begründeten Indikationsausweitung besteht – etwa bei Koronarangioplastien oder künstlichen Hüften. Zwar hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) noch keine näheren Bestimmungen getroffen, doch schon jetzt sollten sich Ärzte mit der Regelung befassen, da sie im Klinikalltag viele Probleme aufwirft. „Anspruch des Patienten auf zweite Meinung: Was kommt da auf Klinikärzte zu?“ weiterlesen

Urteil klärt: Unter diesen Voraussetzungen darf der Klinikarzt auch in eigener Praxis arbeiten

Diese Entscheidung ist für Oberärzte spannend, die im klinikeigenen MVZ arbeiten: Ein Klinikarzt kann sich neben seiner stationären Tätigkeit parallel vertragsärztlich in eigener Praxis niederlassen. Er muss hierfür aber seine Kliniktätigkeit zeitlich reduzieren – eine Vollzeit-Tätigkeit in der Klinik kommt somit neben einer Teilzulassung als Vertragsarzt nicht in Betracht. Den entsprechenden Anliegen zweier Klinikärzte erteilte das Bundessozialgericht (BSG) nach dem vorliegenden Terminbericht am 17. Dezember 2015 eine Absage (Az. B 6 KA 5/15 R und B 6 KA 19/15 R,).  „Urteil klärt: Unter diesen Voraussetzungen darf der Klinikarzt auch in eigener Praxis arbeiten“ weiterlesen

Alkoholkrank: Kann der Oberarzt die Approbation verlieren?

von Rainer Hellweg, Facharzt für Medizinrecht, armedis Rechtsanwälte, Hannover, www.armedis.de

Ein Oberarzt der Abteilung für Innere Medizin ist dem Alkohol verfallen. Bislang konnte er dies weitgehend „vertuschen“. Während einer von ihm vorgenommenen Gastroskopie kommt es dann aber zu einem Haftungsfall: Der Oberarzt hatte bei einem Patienten die Wand des Verdauungstrakts perforiert, weil er betrunken arbeitete – und das zum wiederholten Mal. Ist die Approbation des Oberarztes in Gefahr?  „Alkoholkrank: Kann der Oberarzt die Approbation verlieren?“ weiterlesen

Datenschutz versus Einsichtsrecht: Welche Daten Ihrer Patienten dürfen Sie weitergeben?

von Norbert H. Müller, Fachanwalt für Arbeits- und Steuerrecht, und Marc Rumpenhorst, Fachanwalt für Arbeits- und Medizinrecht, klostermann-rae.de

Patienten sind vor der unzulässigen Weitergabe ihrer personenbezogenen Daten zu schützen – vor allem, wenn sie ihren Gesundheitszustand betreffen. Doch wie soll sich der Arzt verhalten, wenn ihn eine Krankenversicherung bittet, eine Vielzahl von Daten über einen seiner Patienten zu übermitteln? „Datenschutz versus Einsichtsrecht: Welche Daten Ihrer Patienten dürfen Sie weitergeben?“ weiterlesen

Ein Überblick über die wichtigsten und spannendsten Kündigungsprozesse für Oberärzte

von Rosemarie Sailer, LL.M., Fachanwältin für Medizinrecht, Wienke & Becker – Köln, www.kanzlei-wbk.de

Es ist nicht neu, dass Arbeitgeber schon einen passenden Kündigungsgrund finden, wenn die Entscheidung erst einmal gefallen ist, einen unliebsamen Mitarbeiter zu entlassen. Es ist daher auch für den Oberarzt wichtig zu wissen, bei welchen Verfehlungen arbeitsrechtliche Konsequenzen oder gar die Kündigung drohen. Der Beitrag verschafft einen Überblick über die wichtigsten Fälle vor Gericht, die für den Oberarzt relevant sind. „Ein Überblick über die wichtigsten und spannendsten Kündigungsprozesse für Oberärzte“ weiterlesen

Stressbewältigung: Agieren statt reagieren

von Diplom-Pädagoge Werner Fleischer, Beratung – Coaching – Moderation, www.ihrcoach.com

Für die meisten engagierten Ärzte ist ihre berufliche Tätigkeit über viele Jahre hinweg das Zentrum ihres Lebens. Obgleich der berufliche Erfolg für soziales Ansehen, gesicherten Lebensstandard, Erfolgserlebnisse und soziale Sicherheit sorgt, wird er für viele im Laufe der Jahre zu einer Stressquelle. Kein Wunder, denn der Klinikalltag vieler Oberärzte ist kurz getaktet: Erst die Visite auf der Station, anschließend in den OP, dann in die Besprechung mit dem Chefarzt, später die Arztbriefe und danach noch die E-Mails. Sie fühlen sich gehetzt wie der Hamster im Laufrad. Was ist zu tun?  „Stressbewältigung: Agieren statt reagieren“ weiterlesen

Wann wird es kritisch für den Oberarzt als ständigen ärztlichen Vertreter des Chefarztes?

von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeits- und Medizinrecht, Dr. Tilman Clausen, armedis Rechtsanwälte Hannover, www.armedis.de

Oberärzte werden bei Wahlleistungen oft als sogenannte „ständige ärztliche Vertreter“ anstelle des Wahlarztes tätig. Eine Abrechnung solcher wahlärztlicher Leistungen ist unter zwei Bedingungen möglich: Entweder die Leistung ist in der GOÄ (§ 4 Abs. 2 S. 3) aufgeführt und der Oberarzt in der Wahlleistungsvereinbarung als ständiger ärztlicher Vertreter des Wahlarztes benannt; oder der Wahlarzt konnte aus – bei Abschluss der Vereinbarung – unvorhersehbaren Gründen nicht selbst behandeln. „Wann wird es kritisch für den Oberarzt als ständigen ärztlichen Vertreter des Chefarztes?“ weiterlesen

An welchen Merkmalen erkennt man ein gutes MBA-Programm?

von Prof. Dr. Patrick Da-Cruz, Studiengangleiter MBA Betriebswirtschaft für Ärztinnen und Ärzte, Hochschule Neu-Ulm, www.hs-neu-ulm.de

Fast alle Universitäten und sogar Fachhochschulen bieten inzwischen MBA-Programme an. Auch immer mehr Oberärzte spielen mit dem Gedanken, für diesen Zusatztitel noch einmal ein Studium aufzunehmen – manchmal auch, um auf der Karriereleiter einen Schritt nach oben zu kommen. Worauf sollten Oberärzte achten, die einen MBA-Titel erwerben möchten?  „An welchen Merkmalen erkennt man ein gutes MBA-Programm?“ weiterlesen

Wer haftet, wenn der Patient nicht „hört“?

von Rosemarie Sailer, LL.M., Fachanwältin für Medizinrecht, Wienke & Becker – Köln, www.kanzlei-wbk.de

Alltag im Krankenhaus: Ein Patient „hört“ nicht auf die Anweisungen des Arztes und handelt eigenmächtig. So ändern manche Patienten z. B. ohne Rücksprache die vom Arzt verordnete Medikation oder verlassen die Klinik entgegen ärztlichem Rat. Wie haftet der Arzt in solchen Fällen? „Wer haftet, wenn der Patient nicht „hört“?“ weiterlesen

Wenn der Patient mit einem Prozess droht: Das sollte der Oberarzt jetzt beachten!

von Rainer Hellweg, Fachanwalt für Medizinrecht, armedis Rechtsanwälte, Hannover, www.armedis.de

Wenn ein Patient nach einer Krankenhausbehandlung mit einem Haftungsprozess droht, kann dies auch den Oberarzt betreffen: Er kann beispielsweise direkt in Anspruch genommen oder zur ärztlichen Stellungnahme aufgefordert werden. Daher ist es wichtig zu verstehen, welche „Dynamik“ beim Patienten entstehen kann und wie ein Arzthaftungsprozess sowie dessen außergerichtliches „Vorspiel“ verlaufen. Verfahrenstaktisch sollte der Oberarzt in dieser Lage keine Fehler begehen!  „Wenn der Patient mit einem Prozess droht: Das sollte der Oberarzt jetzt beachten!“ weiterlesen