Orientierung an Fallpauschalen in der Krankenhausfinanzierung: das DRG-System

von Dr. Christopher Niehues, LL.M., und Linda Winkelhaus, Betriebswirte und Krankenhausberater, HC&S AG, Münster, www.hcs-consult.de

Die Gestaltung eines Vergütungssystems ist wesentlich durch die Kostenstruktur und die gewünschten Anreize geprägt. Seit 01.01.2004 ist das System der diagnosebezogenen Fallgruppen (Diagnosis Related Groups DRGs) für alle deutschen Krankenhäuser verpflichtend. Dieses sollte die Fehlanreize korrigieren, die durch die vorherige Vergütung entstanden waren. Inzwischen werden die Forderungen nach einer Korrektur des DRG-Systems lauter: Die damit auf die Krankenhäuser und deren Mitarbeiter übertragene Kostenverantwortung wird zunehmend als „Ökonomisierung der Medizin“ kritisiert. „Orientierung an Fallpauschalen in der Krankenhausfinanzierung: das DRG-System“ weiterlesen

Therapiefreiheit versus Budgetvorgaben: Wie viel Ökonomisierung verträgt die Medizin?

von RAin, FAin für MedR Rosemarie Sailer, LL.M., Wienke & Becker – Köln, www.kanzlei-wbk.de

Klinikärzte sehen sich zunehmend gezwungen, wirtschaftliche Aspekte in ihre Entscheidungen bei der Patientenbehandlung einzubeziehen. Wie jedes andere Unternehmen müssen Krankenhäuser mit den ihnen zur Verfügung stehenden Ressourcen haushalten. Dabei entsteht oft ein Spannungsverhältnis zwischen der Weisungsfreiheit des Arztes in medizinischen Fragestellungen und dem Wunsch der Umsetzung ökonomischer Ziele. Dieser Beitrag soll für die Problematik sensibilisieren und dem Oberarzt Argumente für die nächste Budgetverhandlung oder Auseinandersetzung über Kosten liefern.  „Therapiefreiheit versus Budgetvorgaben: Wie viel Ökonomisierung verträgt die Medizin?“ weiterlesen

Dauerhafter Haarverlust nach Chemotherapie: Schmerzensgeld wegen fehlender Aufklärung

von RA, FA für MedR Dr. Rainer Hellweg, Hannover

Auch wenn das Risiko im konkreten Fall gering ist, muss der Patient über die Möglichkeit eines dauerhaften Haarverlusts nach Chemotherapie explizit aufgeklärt werden (Oberlandesgericht [OLG] Köln, Urteil vom 21.03.2016, Az. 5 U 76/14). „Dauerhafter Haarverlust nach Chemotherapie: Schmerzensgeld wegen fehlender Aufklärung“ weiterlesen

von Dr. iur. Stephan Peters, Münster

Die pauschale Vergütung von Bereitschaftsdiensten zusätzlich zum Grundlohn ist kein steuerfreier Zuschlag i. S. des § 3b Abs. 1 Einkommensteuergesetz (EStG). Dabei spielt es keine Rolle, ob die Tätigkeit an einem Samstag oder einem Sonntag erbracht wurde (Bundesfinanzhof [BFH], Urteil vom 29.11.2016, Az. VI R 61/14 ).

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Krankenhausfinanzierung: Besonderheiten der Investitionsfinanzierung

von Dr. Christopher Niehues, LL.M., und Linda Winkelhaus, Betriebswirte und Krankenhausberater, HC&S AG, Münster, www.hcs-consult.de

Der Begriff „Investitionsstau“ prägt die Diskussion um die Krankenhausfinanzierung seit Jahrzehnten: Spitzenmedizin erfordert neben qualifiziertem Personal und hochwirksamen pharmazeutischen Produkten eine optimale Ausstattung mit moderner Geräte- und Gebäudetechnik. Doch die Mittel, um Qualität und Innovationen zu finanzieren, sind knapp. Nicht selten wird sogar die Rückkehr zur monistischen Krankenhausfinanzierung gefordert.  „Krankenhausfinanzierung: Besonderheiten der Investitionsfinanzierung“ weiterlesen

Ambulante Versorgungen belasten die Notaufnahmen

Die klinische Notfallmedizin in Deutschland leidet an Unterfinanzierung und anderen strukturellen Defiziten. Prof. Dr. Christoph Dodt, Präsident der Deutschen Gesellschaft Interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin (DGINA), leitet die Notaufnahme am Krankenhaus München-Bogenhausen. Er hat Ideen erarbeitet, die Probleme zu lösen – bei optimaler Patientenversorgung. Nun sind politische Entscheidungen gefragt. Mit Herrn Professor Dodt sprach OH-Autor Bernd Hein, Fachjournalist Gesundheitswesen.  „Ambulante Versorgungen belasten die Notaufnahmen“ weiterlesen