Oberärzte im Zwiespalt: Wie gelingt der Spagat zwischen Karriere und Familie?

von Diplom-Pädagoge Werner Fleischer, Beratung – Coaching – Moderation, www.ihrcoach.com

Ärzte der „Generation Y“ drängen derzeit auch in Oberarzt-Positionen. Sie legen im Gegensatz zu Generationen vor ihnen größeren Wert darauf, neben ihrem Beruf auch Zeit für ein ausgefülltes Privatleben zu haben. Daher sind Kliniken jetzt und zukünftig nur dann erfolgreich bei der Suche nach qualifizierten Ärzten, wenn sie diese Erwartungen erfüllen. Doch bislang lassen überlange und starre Arbeitszeiten den Oberärzten nur wenig Spielraum, die eigenen Kinder oder pflegebedürftige Familienangehörige zu betreuen. Wie sehen also erfolgreiche Zukunftsmodelle aus? „Oberärzte im Zwiespalt: Wie gelingt der Spagat zwischen Karriere und Familie?“ weiterlesen

Beschäftigungsverbot für schwangere Oberärztinnen: Rettungsanker oder Karrierekiller?

von Dr. Christina Thissen, Fachanwältin für Medizinrecht, Kanzlei am Ärztehaus Münster, www.kanzlei-am-aerztehaus.de

In vielen Kliniken und Praxen besteht der Mutterschutz aus vorsorglich für die gesamte Schwangerschaft ausgesprochenen Beschäftigungsverboten – oftmals sehr zum Leidwesen der werdenden Mütter. Der von der Bundesregierung im Sommer 2016 vorgelegte Gesetzesentwurf zur Reform des Mutterschutzes – OH stellte die Grundzüge in Ausgabe 08/2016, S. 3 bis 5, vor – soll die Rechte derjenigen Schwangeren stärken, die auch in der Schwangerschaft gerne weiter arbeiten möchten. 
„Beschäftigungsverbot für schwangere Oberärztinnen: Rettungsanker oder Karrierekiller?“ weiterlesen

Ermächtigung für Klinikärzte: Niedergelassene Kollegin erstreitet Fallzahlbegrenzung

von Rechtsanwalt Tim Hesse, Kanzlei am Ärztehaus, Dortmund/Münster, www.kanzlei-am-aerztehaus.de

Bei einem in quantitativer oder qualitativer Hinsicht unzureichenden Leistungsangebot der niedergelassenen Vertragsärzte darf die Ermächtigung eines Krankenhausarztes grundsätzlich nicht auf die Überweisung durch Fachkollegen beschränkt werden. Allerdings kann es geboten sein, die Fallzahl der Ermächtigung zu begrenzen, wenn (nur) eine niedergelassene Ärztin noch erhebliche Behandlungskapazitäten aufweist und die Zulassungsgremien von einem darüber hinausgehenden Versorgungsbedarf ausgehen. Denn dadurch lässt sich verhindern, dass Versicherte unter Umgehung der niedergelassenen Ärztin direkt den ermächtigten Krankenhausarzt ansteuern. Dies hat das Sozialgericht (SG) Schwerin mit Beschluss vom 30.08.2016 (Az. S 3 KA 18/16 ER) entschieden. 
„Ermächtigung für Klinikärzte: Niedergelassene Kollegin erstreitet Fallzahlbegrenzung“ weiterlesen

BSG verschärft die Qualitätsanforderungen für die Abrechnung von Krankenhausleistungen

von Dr. Kyrill Makoski, Fachanwalt für Medizinrecht, Möller und Partner, Düsseldorf, www.moellerpartner.de

Mit Urteil vom 19.04.2016 hat das Bundessozialgericht (BSG) seine Rechtsprechung zur Bedeutung der Vorgaben aus den Qualitätssicherungs-Richtlinien verschärft (Az. B 1 KR 28/15 R). Vor Gericht stritt eine Krankenkasse mit einem Klinikträger darum, welche Bedeutung der Richtlinie Bauchaortenaneurysma des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zukommt. Streitig war auch, ob bestimmte OPS nicht angesetzt werden dürfen, wenn die Anforderungen dieser Richtlinie nicht erfüllt wurden. Im vorliegenden Fall ging es immerhin um 6.800 Euro. 
„BSG verschärft die Qualitätsanforderungen für die Abrechnung von Krankenhausleistungen“ weiterlesen

Ärzte in der Weiterbildung: Befristung im Arbeitsvertrag gilt auch ohne Weiterbildungsplan

von Dr. Tobias Scholl-Eickmann, FA für MedizinR und Wirtschaftsmediator, und Rechtsanwalt Benedikt Büchling, Dortmund, kanzlei-am-aerztehaus.de

Befristete Arbeitsverträge mit Ärzten in der Weiterbildung sind auch dann wirksam, wenn der Arbeitgeber bei Abschluss des Arbeitsvertrags keinen Weiterbildungsplan gefertigt hat. Eine derartige Verpflichtung lässt sich dem Gesetz über befristete Arbeitsverträge mit Ärzten in der Weiterbildung (ÄArbVtrG) nicht entnehmen. Allerdings ist die Befristung an den Zweck der Weiterbildung gebunden, nämlich den Arzt in einer zeitlich und inhaltlich strukturierten Form weiterzubilden. So entschied das Landesarbeitsgericht ( LAG) Nürnberg (Urteil vom 22.12.2015, Az. 7 Sa 298/15 ).  „Ärzte in der Weiterbildung: Befristung im Arbeitsvertrag gilt auch ohne Weiterbildungsplan“ weiterlesen

Gericht verwehrt Genehmigung der Anstellung eines bereits voll zugelassenen Vertragsarztes

von Rechtsanwalt Tim Hesse, Kanzlei am Ärztehaus, Dortmund/Münster, www.kanzlei-am-aerztehaus.de

Ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) ist mit seinem Begehren gescheitert, einen bereits vollumfänglich zugelassenen Vertragsarzt mit einer weiteren halben Zulassung einzustellen. Nach Zulassungs- und Beschwerdeausschuss versagte auch das Sozialgericht (SG) Düsseldorf die erforderliche Genehmigung (Beschluss vom 28.09.2016, Az. S 2 KA 1445/16 ER). „Gericht verwehrt Genehmigung der Anstellung eines bereits voll zugelassenen Vertragsarztes“ weiterlesen

Was ist der Unterschied zwischen Compliance und QM – und für wen ist das wichtig?

von Babette Christophers LL.M., Fachanwältin für Medizin- und Sozialrecht, www.christophers.de

Klinik-Geschäftsführer reagieren auf die Idee, ein Compliance Management System (CMS) einzuführen, gern mit dem Argument: „Das brauchen wir nicht! Wir haben doch ein funktionierendes Qualitätsmanagement.“ Wo liegt eigentlich der Unterschied zwischen Qualitätsmanagement (QM) und Compliance? Gibt es Schnittmengen? Ist Compliance im Vergleich zu anderen Branchen der Wirtschaft im Gesundheitswesen überflüssig?  „Was ist der Unterschied zwischen Compliance und QM – und für wen ist das wichtig?“ weiterlesen

Pflegereform 2017: Was ist neu?

von Dr. Marianne Schoppmeyer, Ärztin und Medizinjournalistin, www.medizinundtext.de

Zum 01.01.2017 wird das Pflegesystem umgestellt. Grundlage ist das zweite Pflegestärkungsgesetz, das nun auch Menschen mit kognitiven Einschränkungen berücksichtigt. Kernstück des Gesetzes ist eine neue Definition des Begriffs „Pflegebedürftigkeit“ verbunden mit einem neuen Begutachtungsverfahren. „Pflegereform 2017: Was ist neu?“ weiterlesen

Behandlungsfehler-Vorwürfe: Welche Ärzte trifft es am häufigsten?

von Dr. Rainer Hellweg, Fachanwalt für Medizinrecht, armedis, Hannover, www.armedis.de

Krankenhäuser und die dort tätigen Ärzte sehen sich deutlich häufiger als niedergelassene Ärzte Vorwürfen ausgesetzt, sie hätten einen Behandlungsfehler begangen. Bisher waren Ärzte in chirurgischen Fächern weit mehr betroffen als in konservativen Gebieten. Dieser Trend setzt sich fort, wie die aktuellen Zahlen von Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen belegen. „Behandlungsfehler-Vorwürfe: Welche Ärzte trifft es am häufigsten?“ weiterlesen

Patientengespräche – wie Sie den richtigen Ton treffen

von Diplom-Pädagoge Werner Fleischer, Beratung – Coaching – Moderation, www.ihrcoach.com

Für Oberärzte ist die Kommunikation mit ihren Patienten eine enorme Herausforderung. Jeden Tag aufs Neue müssen sie sich auf die unterschiedlichsten Menschen und deren intellektuelle Niveaus einstellen, sie haben es mit Demenzkranken und sprachlichen Barrieren zu tun, müssen schwerwiegende medizinische Diagnosen verkünden und mit unfreundlichen Patienten klarkommen. Zudem führt der demografische Wandel zu einem Zuwachs hochbetagter und mehrfach erkrankter Menschen.  „Patientengespräche – wie Sie den richtigen Ton treffen“ weiterlesen