Vorzeitige Entlassung gegen ärztlichen Rat: Achtung, ein besonderes Haftungsrisiko droht!

von Rosemarie Sailer, LL.M., Fachanwältin für Medizinrecht, Wienke & Becker – Köln, www.kanzlei-wbk.de

Immer wieder gibt es Fälle, in denen Patienten vorzeitig die stationäre Behandlung abbrechen und entlassen werden möchten. Der Arzt sitzt dann zwischen den Stühlen: Einerseits ist die weitere Behandlung medizinisch erforderlich und sinnvoll, andererseits muss er den Wunsch des Patienten – auch den unvernünftigen – beachten und darf ihn nicht gegen seinen Willen behandeln. Welche Haftungsrisiken drohen dem Arzt und was ist bei der Abrechnung „abgebrochener“ stationärer Fälle zu beachten?  „Vorzeitige Entlassung gegen ärztlichen Rat: Achtung, ein besonderes Haftungsrisiko droht!“ weiterlesen

Das neue Krankenhausstrukturgesetz: Was ist für Ärzte und Kliniken wirklich relevant?

von Dr. Christian Reuther, Fachanwalt für Medizinrecht, Dierks + Bohle Rechtsanwälte Partnerschaft mbB, Berlin, www.db-law.de

Das Krankenhausstrukturgesetz (KHSG) ist zum 1. Januar 2016 in Kraft getreten. Dr. Christian Reuther fasst für Sie die wichtigsten Punkte des Gesetzes zusammen.  „Das neue Krankenhausstrukturgesetz: Was ist für Ärzte und Kliniken wirklich relevant?“ weiterlesen

Oberarzt verurteilt: Vorsicht vor Eingriffen, auf die sich die Einwilligung nicht bezieht!

von Sascha Lübbersmann, Facharzt für Medizinrecht, Kanzlei Ammermann Knoche Boesing, Münster, www.kanzlei-akb.de

Eine vorsätzliche strafbare Körperverletzung liegt auch dann vor, wenn sich die Patientenaufklärung und -einwilligung auf einen anderen als den später tatsächlich durchgeführten Eingriff bezieht. Dies hat das Amtsgericht Moers am 22. Oktober 2015 entschieden (Az. 601 Ds – 103 Js 80/14 – 44/15). „Oberarzt verurteilt: Vorsicht vor Eingriffen, auf die sich die Einwilligung nicht bezieht!“ weiterlesen

Urteil: Befristung im Arbeitsvertrag einer Ärztin kann unwirksam sein

von Dr. Tobias Scholl-Eickmann, Fachanwalt für MedR, Wirtschaftsmediator, Kanzlei am Ärztehaus, Dortmund, www.kanzlei-am-aerztehaus.de

Ist eine Ärztin mit Kenntnis des Arbeitgebers über mehr als einem Monat lang tätig, ist davon auszugehen, dass ein Arbeitsvertrag durch schlüssiges Verhalten zustande gekommen ist. Dies entschied das Landesarbeitsgericht ( LAG) Köln (Urteil vom 5.8.2015, Az. 3 Sa 420/15).  „Urteil: Befristung im Arbeitsvertrag einer Ärztin kann unwirksam sein“ weiterlesen

Entlassmedikation: Was muss der Arzt beachten?

von Dr. Christian Bichler, Fachanwalt für Medizinrecht, Kanzlei Ulsenheimer & Friederich Rechtsanwälte, München und Berlin, www.uls-frie.de

Im Krankenhaus tätige Ärzte geben ihren Patienten bei der Entlassung aus dem Krankenhaus regelmäßig – wie selbstverständlich – Arzneimittel mit. Sätze wie „Hier bekommen Sie noch ein paar Schmerztabletten für zu Hause“ sind keine Seltenheit. Für Patienten ist das sicherlich angenehm, doch aus rechtlicher Sicht muss sich der Klinikarzt fragen, ob er unzulässig in den Bereich der niedergelassenen Ärzte vordringt. Wann darf der Arzt des Krankenhauses also „Entlassmedikation“ verordnen bzw. abgeben und welche Informationen müssen den Arzneimitteln beigefügt werden?  „Entlassmedikation: Was muss der Arzt beachten?“ weiterlesen

Ärztliche Nebentätigkeit im Ausland -no problem?

von Rainer Hellweg, Fachanwalt für Medizinrecht, armedis Rechtsanwälte, Hannover, www.armedis.de

Zunehmend gibt es Ärzte, die auch im Ausland tätig werden möchten. Beliebt ist ein „Nebenjob“ zur Kliniktätigkeit in Deutschland – etwa ein OP-Tag pro Woche in England, ein Einsatz als ärztlicher Nothelfer im Krisengebiet oder eine temporäre Auslandsstation, um Erfahrungen zu sammeln. Was vor solchen Einsätzen im Ausland abgeklärt werden sollte, betrifft insbesondere den dortigen berufsrechtlichen Status sowie die Absicherung vor Ort durch die Haftpflichtversicherung.  „Ärztliche Nebentätigkeit im Ausland -no problem?“ weiterlesen

Mitgebrachte Speisen im Krankenhaus: Ein schöner, aber hygienisch gefährlicher Brauch?

von Fachanwältin für Medizinrecht Rosemarie Sailer, LL.M., Wienke & Becker – Köln, www.kanzlei-wbk.de

„Krankenhausaufenthalte gefährden Ihre Gesundheit.“ – In Zeiten, in denen jeden zweiten Tag Berichte von MRSA-Keimen in Krankenhäusern in der Tagespresse erscheinen, könnte man fast zu dem Eingangsfazit gelangen. Doch abseits von Übertreibungen stellt sich tatsächlich die Frage, ob der gut gemeinte Brauch von Familien, dem verwandten Patienten selbstgekochte Speisen von zu Hause mitzubringen und vom Pflegepersonal aufwärmen zu lassen, gefährliche Infektionsgefahren birgt. „Mitgebrachte Speisen im Krankenhaus: Ein schöner, aber hygienisch gefährlicher Brauch?“ weiterlesen

Durchschnittliches Gehalt des Oberarztes stieg im Jahr 2015 auf 126.000 Euro

von Sylvia Löbach, Kienbaum Management Consultants GmbH, Gummersbach, www.kienbaum.de

Die Grundvergütung der Oberärzte ist von 2014 auf 2015 im Mittel um 2,7 Prozent gestiegen, das Jahreseinkommen lag bei 126.000 Euro. Es hat sich nur leicht erhöht – um 2.000 Euro im Jahr. Das Chefarztgehalt erhöhte sich hingegen um 3,7 Prozent, die Ärzte insgesamt verdienten 3,6 Prozent mehr als im Vorjahr. „Durchschnittliches Gehalt des Oberarztes stieg im Jahr 2015 auf 126.000 Euro“ weiterlesen

Von der Gruppe zum erfolgreichen Team – was Oberärzte dazu beitragen können

von Dipl.-Päd. Werner Fleischer, Beratung – Coaching – Moderation, www.ihrcoach.com

Am Erfolg einer Klinik oder einer Abteilung ist immer ein ganzes Team von Fachkräften beteiligt ist. Doch ein Team entsteht nicht automatisch durch die Zusammenarbeit von Individuen. Vielmehr muss das Team aufgebaut und der Teamgeist ständig gefördert werden. Oberärzte mit Führungsfunktion müssen daher ihre Mitarbeiter zu einem Team formieren und für eine gute Zusammenarbeit zu sorgen. Dabei sollten sie allerdings nicht ausschließlich allein agieren – auch die regelmäßige Abstimmung mit dem Chefarzt und mit Oberarzt-Kollegen trägt zur erfolgreichen Leitung bei.  „Von der Gruppe zum erfolgreichen Team – was Oberärzte dazu beitragen können“ weiterlesen

Das leidige Thema Behandlungsdokumentation -Teil 2: Damoklesschwert „Beweislastumkehr“

von Rainer Hellweg, Fachanwalt für Medizinrecht, armedis Rechtsanwälte, Hannover, www.armedis.de

In Arzthaftungsprozessen ist die ärztliche Dokumentation häufig entscheidend. Der Oberarzt kann hier schnell in die Schusslinie geraten, wenn er zum Beispiel für die Abrechnung verantwortlich ist. Dieser zweite und letzte Teil der Beitragsserie erläutert, in welchen Fällen die Beweislastumkehr bei nicht dokumentierter Befunderhebung für den Oberarzt zum Damoklesschwert werden kann.  „Das leidige Thema Behandlungsdokumentation -Teil 2: Damoklesschwert „Beweislastumkehr““ weiterlesen