Ambulante Versorgungen belasten die Notaufnahmen

Die klinische Notfallmedizin in Deutschland leidet an Unterfinanzierung und anderen strukturellen Defiziten. Prof. Dr. Christoph Dodt, Präsident der Deutschen Gesellschaft Interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin (DGINA), leitet die Notaufnahme am Krankenhaus München-Bogenhausen. Er hat Ideen erarbeitet, die Probleme zu lösen – bei optimaler Patientenversorgung. Nun sind politische Entscheidungen gefragt. Mit Herrn Professor Dodt sprach OH-Autor Bernd Hein, Fachjournalist Gesundheitswesen.  „Ambulante Versorgungen belasten die Notaufnahmen“ weiterlesen

BSG: Off-Label-Use auch im Krankenhaus nur in engen Grenzen zulässig!

von RA, FA für MedR Dr. Rainer Hellweg, Hannover

Ab und zu werden Medikamente außerhalb ihres eigentlich zugelassenen Anwendungsbereichs eingesetzt (Off-Label-Use). Auch im Krankenhaus ist dies nur unter bestimmten Voraussetzungen zulässig (Bundessozialgericht [BSG], Urteil vom 13.12.2016, Az. B 1 KR 1/16 R). Das BSG-Urteil ist eine Absage an die Rechtsprechung früherer Instanzen, die in der Arzneimitteltherapie den stationären Sektor noch gegenüber dem ambulanten bevorzugt hatte. Für den Off-Label-Einsatz von Medikamenten im Krankenhaus folgen daraus neue Verhaltensmaßregeln.  „BSG: Off-Label-Use auch im Krankenhaus nur in engen Grenzen zulässig!“ weiterlesen

EBM-Notfallvergütung seit 01.04.2017: mehr Bürokratie und weniger Erlöse

von Dr. Christopher Niehues, LL.M., Betriebswirt und Krankenhausberater, HC&S AG – Healthcare Consulting & Services, Münster, www.hcs-consult.de

Die Behandlung und Vergütung ambulanter Notfallpatienten ist seit Jahrzehnten ein strittiges Thema zwischen Krankenhäusern und den Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen). Im Koalitionsvertrag der Bundesregierung ist die Verbesserung der Struktur und Vergütung der Notfallversorgung in Krankenhäusern vorgesehen. Mit der zum 01.04.2017 geänderten EBM-Notfallvergütung zeigt sich zum Ende der Legislaturperiode jedoch, dass sich die Situation verschlechtert. „EBM-Notfallvergütung seit 01.04.2017: mehr Bürokratie und weniger Erlöse“ weiterlesen

BVMed und VKD haben Musterverträge aktualisiert

Der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) und der Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD) haben ihre Musterverträge zur Zusammenarbeit zwischen Medizinprodukteunternehmen und medizinischen Einrichtungen überarbeitet. Unter www.bvmed.de/mustervertraege können die Verträge kostenlos als PDF heruntergeladen werden.  „BVMed und VKD haben Musterverträge aktualisiert“ weiterlesen

Beschäftigungsverbot für schwangere Oberärztinnen: Rettungsanker oder Karrierekiller?

von Dr. Christina Thissen, Fachanwältin für Medizinrecht, Kanzlei am Ärztehaus Münster, www.kanzlei-am-aerztehaus.de

In vielen Kliniken und Praxen besteht der Mutterschutz aus vorsorglich für die gesamte Schwangerschaft ausgesprochenen Beschäftigungsverboten – oftmals sehr zum Leidwesen der werdenden Mütter. Der von der Bundesregierung im Sommer 2016 vorgelegte Gesetzesentwurf zur Reform des Mutterschutzes – OH stellte die Grundzüge in Ausgabe 08/2016, S. 3 bis 5, vor – soll die Rechte derjenigen Schwangeren stärken, die auch in der Schwangerschaft gerne weiter arbeiten möchten. 
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Modernes Instrument Telemedizin: Hat sie auch Risiken und Nebenwirkungen für den Arzt?

von Rosemarie Sailer, LL.M., Fachanwältin für Medizinrecht, Wienke & Becker – Köln, www.kanzlei-wbk.de

Im Zeitalter der Digitalisierung schafft die Telemedizin eine neue Form der ärztlichen Zusammenarbeit sowie der Patientenversorgung. Vorteil: Expertenwissen wird effizient genutzt, Doppeluntersuchungen werden vermieden und Befundmöglichkeiten ausgeweitet. Kurzum: Die Versorgung wird schneller und qualitätsgesichert – insbesondere in ländlichen Regionen. Während die Teleradiologie mancherorts schon Routine ist, schaltet in einzelnen modernen Praxen sogar der Hausarzt einen Internisten per Video bei der Behandlung zu. Doch wer haftet, wenn dabei etwas schiefgeht? „Modernes Instrument Telemedizin: Hat sie auch Risiken und Nebenwirkungen für den Arzt?“ weiterlesen

Mathematik im Operationssaal soll OP-Management verbessern

Bessere Operationsergebnisse, kürzere Wartezeiten für die Patienten, reibungslosere Operationen, geringere Kosten für Krankenhäuser: Das sind die Ziele des Projekts IBOSS (Information-Based Optimization of Surgery Schedules). Mithilfe moderner mathematischer Verfahren will eine Gruppe von Mathematikern der Universität Paderborn, der Freien Universität Berlin und des Zuse Instituts Berlin gemeinsam mit der Berliner Charité Operationspläne optimieren. „Mathematik im Operationssaal soll OP-Management verbessern“ weiterlesen

Mitgebrachte Speisen im Krankenhaus: Ein schöner, aber hygienisch gefährlicher Brauch?

von Fachanwältin für Medizinrecht Rosemarie Sailer, LL.M., Wienke & Becker – Köln, www.kanzlei-wbk.de

„Krankenhausaufenthalte gefährden Ihre Gesundheit.“ – In Zeiten, in denen jeden zweiten Tag Berichte von MRSA-Keimen in Krankenhäusern in der Tagespresse erscheinen, könnte man fast zu dem Eingangsfazit gelangen. Doch abseits von Übertreibungen stellt sich tatsächlich die Frage, ob der gut gemeinte Brauch von Familien, dem verwandten Patienten selbstgekochte Speisen von zu Hause mitzubringen und vom Pflegepersonal aufwärmen zu lassen, gefährliche Infektionsgefahren birgt. „Mitgebrachte Speisen im Krankenhaus: Ein schöner, aber hygienisch gefährlicher Brauch?“ weiterlesen